Raspberry Pi 2 RAM

Im letzten Teil meines großen Raspberry Pi 2 Tests geht es nun um den Raspberry Pi 2 RAM. Dieser wurde durch das Update um das doppelte erhöht und es stehen dem Benutzer nun 1 GB Hauptspeicher zur Verfügung. Damit ist es nun möglich den Pi besser als Webserver zu betreiben oder als Desktop PC Ersatz auf dem zahlreiche Programme parallel laufen.

Raspberry Pi 2 RAM

Raspberry Pi 2 RAM

Zum vergrößerten Hauptspeicher lässt sich nach den ersten Stunden die ich mit dem Raspberry Pi verbracht habe wenig sagen. Der vergrößerte Raspberry Pi RAM fällt einfach nicht auf beziehungsweise verhält sich im Zusammenspiel mit der Quad-Core CPU einfach unsichtbar. Generell läuft alles flüssig, schnell und zuverlässig. Die Auslastung vom Hauptspeicher ist dabei nie das Thema. Ob und wie viel der Raspberry Pi RAM ausgelastet ist interessiert mich als Benutzer nie, solange alles problemlos läuft.

Das ist auch wenig überraschend, schließlich ist Raspbian Linux darauf ausgelegt auch mit dem Raspberry Pi Modell B mit 512 MB RAM und sogar mit dem Modell A mit nur 256 MB RAM zu funktionieren. Das Betriebssystem ist somit perfekt auf geringen Hauptspeicher optimiert.

Einstellungsmöglichkeiten

Bis jetzt war es immer so, dass man den Raspberry Pi RAM auf CPU und GPU (Grafikprozessor) aufteilen musste. In Schritten der 2er Potenzen konnte man der GPU von 16 bis 256 (als der Hälfte des Hauptspeichers) zuweisen. Das hat sich auch mit dem erweiterten 1 GB großen Speicher nicht geändert. raspi-config zeigt bei den Einstellungen folgendes Bild:

Raspberry Pi 2 RAM Verteilung

Ich setze bei meinen Systemen den GPU Speicher immer auf 16 MB. Mehr ist eigentlich nicht notwendig, wenn man nicht gerade Quake 3 oder Assault Cube spielen möchte.

Einsatz als PC

Mehr RAM bedeutet eines: man kann mehrere Programme parallel laufen lassen. Als weiterer Folge kann man auch Betriebssysteme verwenden die mehr Speicher für grafische Darstellung verwenden und mehrere Hintergrundprozesse gleichzeitig laufen lassen. Neben Raspbian Linux sind deshalb folgende Betriebssysteme möglich:

  • Ubuntu
  • Linux Distributionen mit KDE, Gnome oder anderer Desktop-Systeme die mehr Speicher brauchen
  • Windows

Gerade mit Windows 10 dürfte es spannend werden ob die Kombination mit Microsoft Office den Raspberry Pi zu einem praxistauglichen PC Ersatz macht. Nähere Informationen darüber gibt es in meinem Blog sobald Windows 10 verfügbar ist. Bis dahin kann man schon mal Libre Office auf Raspbian installieren und damit arbeiten.

Einsatz als Server

Mehr parallele Programme oder aber auch mehrere parallele Tasks die dank dem großen Raspberry Pi RAM Speicher laufen machen die neuen Pi zu einem besseren Server als zuvor. Man kann den kleinen Rechner für folgende Server Dienste nutzen:

Fazit

Mehr Speicher bedeutet mehrere Programme oder mehrere Tasks gleichzeitig ohne den ewig langsamen SWAP Speicher auf der SD Karte benutzen zu müssen. Der Raspberry Pi 2 kann somit viel besser als Desktop PC Ersatz eingesetzt werden oder als Server. Gerade beim Thema Server gibt es jede Menge Anwendungsfälle. Vom Webserver bis zum Gameserver ist alles möglich. Dank der Raspberry Pi RAM Erweiterung hat sich die Bandbreite der möglichen Einsatzgebiete verbessert.

Habt ihr Ideen was noch getestet werden soll oder kann? Oder verwendet ihr ein spezielles Speicher hungriges Programm das nun viel besser läuft?

CPU | Stromverbrauch | RAM

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2 Antworten

  1. Reinhart Eisermann sagt:

    Für meine Musiksammlung habe ich schon beim „alten“ raspi B auf cmus gesetzt kodi funzte nicht wirklich gut, mit dem Hardwareupdate ist kodi aber benutzbar geworden.

    Danke für Deinen Blog 😉

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