Raspberry Pi: Image auf SD Karte kopieren

In diesem kurzen Artikel zeige ich wie man schnell und einfach ein zuvor herunter geladenes Image eines Betriebssystems auf die SD Karte kopiert, damit man diese am Raspberry Pi booten kann. Das geht sowohl min Linux, MacOSX als auch Windows. Zuerst sollte man die SD Karte formatieren.

Linux / MacOSX

Bei Betriebssystemen die auf Unix aufbauen kann man die gesamte Arbeit auf der Kommandozeile oder eben im Terminal erledigen. Wir stecken also die Speicherkarte in den Computer oder Laptop und geben:

oder

ein. Nun sollten wir eine Aufstellung aller Speichermedien bekommen. Eine dieser aufgezählten Punkte ist unsere SD Karte (sofern diese erkannt wurde). Man erkennt sie entweder an der Bezeichnung oder am angegebenen Speicherplatz. Bei mir ist die Speicherkarte immer /dev/disk1s1. Um das Image auf die SD Karte zu kopieren müssen wir sie unmounten. das geht mit:

oder

danach sollte die SD Karte bei einem df -h nicht mehr sichtbar sein. Jetzt brauchen wir nur noch das Image bitweise auf die SD Karte kopieren. Das geht mit:

Mit of ist der Ausgabepfad gemeint (Output) und mit if der Eingabepfad (Input). Nun brauchen wir nur etwas Geduld.

Windows

Bei Windows gibt es sicher auch eine Möglichkeit über die Kommandozeile das Image zu kopieren, darauf verzichten wir aber, denn es gibt zum Kopieren von Images auf die SD Karte ein tolles Programm. Das Tool heißt: win32Diskimager.exe und ist auf Sourceforge erhältlich.

win32diskimager SD Karte Screenshot

Bei dem Programm muss man das Image angeben und wohin es kopiert werden soll. Für einen Windows Benutzer eigentlich selbsterklärend.

Mit den hier vorgestellten Methoden kann man übrigens auch jederzeit manuell ein Backup der SD Karte machen. Wie das im Detail funktioniert und wie man SD Karten am Raspberry Pi automatisch sichert zeige ich in einem anderen Artikel.

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10 Antworten

  1. flo sagt:

    fehler in
    dd of=/dev/disk1s1 of=/home/image.img bs=1M

    eins davon muss if=… heißen
    lg

    • Danke für den Hinweis, ist ausgebessert 😉

      • Wolfgang sagt:

        ein kleiner hinweis “ dauerte bei mir x Minuten “ ist hilfreich, ich warte nun schon 10 min auf das ende des kopiervorganges und weiss nicht ob es klappt oder ob ich abbrechen kann

        ansonsten SUPER !!! hinweis, danke

        • Die Dauer des Kopiervorgangs ist abhängig von der Klasse der SD Karte. Class 2 SD Karten brauchen sehr lange, Class 10 sind sehr schnell beschrieben… Somit ist da keine Schätzung möglich. Mir ist aber nicht bekannt, dass der Kopiervorgang abbrechen würde – falls doch, dann steht in der Konsole garantiert eine hilfreiche Fehlermeldung.

  2. lemmy44 sagt:

    Sehr gute Anleitung! Danke!

    • ph3nomic sagt:

      Die Zeile
      „sudo dd of=/dev/disk1s1 if=/home/image.img bs=1M“
      solltest du nochmal abändern in:
      „sudo dd of=/dev/disk1s1 if=/home/image.img bs=1m“, nur so hat es bei mir funktioniert 😉
      Ansonsten TOP Anleitung, weiter so!

      • Nephilim sagt:

        Das ist interessant. Welches System verwendest Du, dass ein kleines „m“ als Byte-Angabe akzeptiert? Ubuntu und Fedora verwenden ein großes „M“, wobei dies bei diesen Linux-Distributionen ganz klassisch ein Mebibyte bedeutet.

  3. jadikle sagt:

    Ob dies einer der feinen Unterschiede von Linux und Mac OS X ist?
    Am Mac muss es heißen “dd if={file} of=/dev/diskx bs=1m”, also ein kleines “m”, sonst gibt’s eine “illegal numeric value” Fehlermeldung.
    Ich hab’s gerade gestern wieder mit Linux getan, da muss ganz klar ein großes „M“ stehen.
    Übrigens: wenn man das RAW DEVICE /dev/rdisk verwendet geht der Kopiervorgang deutlich schneller: ca. 75% Zeitersparnis!

    • xtristrix sagt:

      Also bei mir hat Linux gleich rumgeheult, dass es mit „1m“ nix anfangen kann. Aber ich alter Fuchs hab natürlich sofort ein großes „M“ geschrieben :D. Sllte man vllt aber noch in der „Anleitung“ festhalten.

      Trotz Allem, danke für diesen Beitrag, er hat mir wunderbar weitergeholfen.

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