Raspberry Pi FTP Client

Im letzten Artikel zum Raspberry Pi FTP Server habe ich euch gezeigt wie man einen FTP Server aus dem Raspberry Pi erstellt, ihn konfiguriert und seinen Speicher erweitert. Nun zeige ich euch wie ihr einen externen FTP Speicher nutzen könnt. Dafür benötigt man am Raspberry Pi ein FTP Client Programm.

Raspberry Pi FTP Client

Raspberry Pi FTP Client

FTP wird sehr gerne benutzt um schnell Daten auf einen externen Speicher zu kopieren. Die meisten Hoster bieten für den angemieteten Webserver FTP Zugänge an. Meistens kann man diesen Speicher auch recht gut als externe Festplatte benutzen oder sogar direkt ins Betriebssystem einbinden. Wie man ein FTP Verzeichnis ins Betriebssystem einbinden kann habe ich bereits gezeigt. Als Standardprogramm zum Datenaustausch mittels FTP hat sich Filezilla etabliert.

Filezilla

Filezilla ist ein Paradebeispiel wie gut Open Source Software tatsächlich ist. Neben Linux setzen auch andere Betriebssysteme wie Mac OSX oder Windows auf dieses Programm. Tatsächlich gibt es kaum eine gute Alternative. Vor allem in der Literatur und in Fachbüchern findet man immer wieder Verweise auf diese Software. Mit Filezilla kann man sich sehr einfach mit FTP Server verbinden, deren Verzeichnisse durchsuchen und Dateien kopieren. Auch Änderungen an Zugriffsrechten sind möglich. Weiters kann man auch mittels SFTP oder mit TLS gesichertes FTP als Protokoll verwenden. Das Programm wird laufend weiterentwickelt und ist immer aktuell.
Filezilla ist standardmäßig nicht installiert und wird wie folgt hinzugefügt:

Das Programm selbst ist in mehrere Fenster unterteilt. Das sind:

  • Nachrichtenprotokoll
  • lokaler Verzeichnisbaum
  • Server-Verzeichnisbaum
  • Transfer-Warteschlange

Wir fügen nun exemplarisch den im letzten Artikel erstellten Raspberry Pi FTP Server hinzu und verbinden uns damit. Alternativ kann man auch jeden anderen FTP Server verwenden. Unter Eingaben von Server, Benutzer, Passwort und alternativ eines Ports kann man sich schnell mit einem externen Speicher verbinden. Bei der Schnelleingabe bleiben die Informarionen nicht gespeichert. Möchte man sich öfter verbinden und nicht jedesmal alle Daten eingeben, dann kann man diese Zugangsdaten auch speichern.

Achtung: bis zuletzt speicherte Filezilla die Passwörter lokal unverschlüsselt ab, was ein Sicherheitsrisiko darstellt. Solange das nicht geändert wird sollte man Passwörter nicht speichern, sondern jedesmal neu eingeben.

Alternativen

Neben Filezilla gibt es auch einige andere FTP Client Programme. Am Raspberry Pi FTP benutzt man am einfachsten mit Filezilla. Alternativ zu FTP sind heute vor allem Cloud Speicher beliebt. Wie man auf dem Raspberry Pi OwnCloud aufsetzt habe ich bereits gezeigt.

Fazit

Am Raspberry Pi FTP benutzen ist einfach. FTP Clients wie Filezilla ermöglichen eine einfache Kommunikation mit einem externen FTP Speicherplatz. Über FTP kann man sehr einfach seine lokalen Daten sichern oder Daten mit anderen teilen. Gerade diese Grundidee und die Unsicherheit des FTP Protokolls haben zu Entwicklung dutzender Cloud basierten Speicher geführt. Trotzdem wird FTP noch immer sehr häufig benutzt und fast jeder hat schon einmal davon gehört.

Welche FTP Client Programme könnt ihr empfehlen? Welche Funktionen können diese besser als Filezilla?

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