Raspberry Pi – offizielles Raspberry Pi Touchscreen angekündigt

In einem Interview kündigte der Gründer der Raspberry Pi Foundation Eben Upton neue Hardware für den Raspberry Pi an. Laut seinen Angaben wird es neben einem neuen Modell A+ auch ein offizielles 7 Zoll großes Touchscreen geben. Erscheinungstermin steht noch nicht offiziell fest, wird aber mit Ende 2014 beziehungsweise Anfang 2015 angegeben.

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Offizielles Raspberry Pi Touchscreen mit 7 Zoll

Das Timing der Ankündigung könnte nicht besser sein, denn gerade in den letzten Monaten war es etwas ruhiger um das Thema Raspberry Pi, vor allem weil das Modell B+ kaum Neuerungen brachte und viele enttäuscht hat. Die letzte große Neuerung war ja das Kameramodul, welches eines der sinnvollsten Erweiterungen der Platine ist.  Das Modell A+ ist eine logische und sinnvolle Erweiterung des ersten Modells, jedoch auch nichts außergewöhnliches. Viel interessanter ist da schon ein offizielles Raspberry Pi Touchscreen.

Bisherige Touchscreens

Viele DIY Projekte setzen bereits auf Touchscreens. Es gibt ganz kleine, welche man direkt auf die Platine aufstecken kann. Ich habe bereits vor längerer Zeit in einem Artikel über ein mini LCD Display mit einer maximalen Auflösung von 320×240 Pixel berichtet. Das kam in der ersten Version noch ohne Treiber für Toucheingaben, obwohl es diese von der Hardware unterstützen würde. Mittlerweile wurde das aber in einem Patch nachgeliefert. Es kann vor allem mit eigener Software für die Anzeige von Daten zum Beispiel einer Wetterstation verwendet werden oder zur einfachen Steuerung von Geräten in der Hausautomatisierung.

Für direkte Benutzerinteraktion haben sich größere Touchscreens mit höheren Auflösungen etabliert. Im Internet findet man dazu Screens in allen möglichen Bildschirmdiagonalen. Dazu habe ich beispielsweise analysiert, was man alles an zusätzlicher Hardware benötigt um sich ein eigenes Pi Tablet, ein so genanntes PiPad, zu bauen.

Vorteile

Alle bisherigen Lösungen waren mit mehr oder weniger Bastelarbeit verbunden, gemeinsam hatten Sie aber alle ein großes Softwareproblem. Linux ist noch nicht sonderlich gut für Touch Displays optimiert. Es gibt klarerweise Android, als das Linux für mobile Geräte, das ist aber dummerweise extrem langsam und unbrauchbar am Raspberry Pi. Das Raspbian Linux auf der anderen Seite funktioniert. Auch mit den Touchdisplays kommt es meistens klar, jedoch ist es nicht optimiert und man scheitert schnell an einer fehlenden Bildschirmtastatur (kann man installieren) oder am nicht vorhandenen – und häufiger als gedacht notwendigen – Rechtsklick der Maus. Wie auch immer, man hat immer nur eine Lösung für einen speziellen Fall, zum Beispiel speziell dafür entwickelte Software, aber keine optimale Lösung.

Meine Hoffnung ist, dass mit dem Raspberry Pi Touchscreen ein umfassendes Softwareupdate für Raspbian Linux veröffentlicht wird, damit man dieses unkompliziert über die Touchoberfläche bedienen kann. Das wäre ein immenser Vorteil für all die DIY Projekte da draußen, egal ob diese das neue Touchscreen verwenden oder ein anderes!

Fazit

Ein offizielles Raspberry Pi Touchscreen ist eine feine Sache. Ganz besonders dann, wenn neben der Hardware auch an der Software gearbeitet wurde und das Raspbian Linux auch für Touchgeräte optimiert wurde. Meiner Meinung nach wäre das der richtige Schritt in Richtung Zukunft, denn gerade eine einfache und gut funktionierende Toucheingabe würde dem Raspberry Pi wieder viele neue Einsatzgebiete eröffnen. Ich bin gespannt!

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