Raspberry Pi Zero

Der Raspberry Pi Zero ist da und verspricht einen sehr günstigen Verkaufspreis von 5$. Von den Maßen her ist er der kleinste aller Raspberry Pi Modelle und wird wohl vor allem für Projekte Verwendung finden in denen Platz eine wichtige Rolle spielt. Warum ihr für den Rechner jedoch mehr zahlen müsst als die kolportierten 5$ und was der neue Pi alles kann habe ich in diesem Artikel übersichtlich zusammengefasst.

Raspberry Pi Zero
Quelle: Raspberry Pi Foundation

Raspberry Pi Zero

Die Raspberry Pi Foundation hat heute überraschend ein neues Raspberry Pi Modell mit der Bezeichnung Raspberry Pi Zero vorgestellt. Im Handel gibt es bereits die ersten Angebote dazu.

Hardware

Der kleine Rechner ist eine Weiterentwicklung vom Raspberry Pi A Modell und hat folgende Spezifikationen:

  • Abmessungen 6,5 x 3 cm
    damit ist die Platine kleiner als bei allen Vorgängern. Das eignet sich besonders, wenn man den Rechner einbauen möchte.
  • 1 GHz Broadcom Prozessor
    mit dem 1 GHz starken ARM Prozessor ist der Raspberry Pi Zero leistungsfähiger als die A, B und B+ Modelle.
  • 512 MB Ram
    die üblichen 512 MB Ram. Für die meisten Dienste vollkommen ausreichend und im Vergleich zu anderen so kleinen Rechnern sogar sehr viel.
  • 2 Micro USB Ports (einer für Strom)
    es gibt nur 2 Micro USB Ports, wobei einer für die Stromversorgung benötigt wird. Effektiv bleibt also nur ein USB Steckplatz übrig, an dem man noch einen Micro USB – USB Adapter anschließen muss oder einen USB Hub.
  • 1 Micro HDMI Videoausgang
    für die Ausgabe gibt es standardmäßig einen Micro HDMI Ausgang. Für die meisten Bildschirme wird man ebenfalls einen Adapter benötigen.
  • optinaler Composite Videoausgang (Bastelarbeit notwendig)
    es gibt einen optinalen Composit Videoausgang. Dieser muss aber manuell angelötet werden. Dafür sind weitere Kenntnisse erforderlich.
  • GPIO Leiste (Bastelarbeit notwendig)
    der Raspberry Pi Zero hat eine 40 Pin GPIO Schnittstelle. Jedoch nur als gestanzte Löcher in der Platine. Für die Arbeit damit muss man eine passende Pinleiste selber anlöten.

Der größte Kritikpunkt an der Platine ist die fehlende Netzwerkschnittstelle. Bei fast allen Projekten ist diese erforderlich. Da der Rechner nicht einmal einen USB Anschluss hat ist es nicht möglich ohne zusätzlichen Adapter einen WLAN Stick anzustecken. Somit ist die Verwendbarkeit fast nur auf embedded Systeme ohne Internetanschluss beschränkt.

Software

An der Software hat sich bis jetzt noch nichts geändert. Auf dem Raspberry Pi Zero kann man die gleichen Betriebssystem wie auf allen anderen Raspberry Pi Rechnern installieren (Raspbian Linux, Pidora, Risk OS, …). Als Datenträger benötigt man immer noch eine Micro SD Karte auf die man das Image kopiert.

Warum der Raspberry Pi Zero nicht 5$ kostet

5$ sind ein fiktiver Wert. Ob das ein Händlereinkaufspreis mit Berücksichtigung von Rabatten ist? Im Handel mit kostet der Rechner aktuell fast das dreifache. Es gibt Angebote von 12 € bis 25 €. Meist werden Die Raspberry Pi Zeros als Set verkauft, in dem Set sind bereits nötige Adapter und GPIO Pinleisten beigelegt.

Fazit

Der Raspberry Pi Zero ist ein Gerät für Bastler. Nicht nur, weil man ihn für die meisten Anwendungsfälle selbstständig erweitern muss. Die kleine Bauform ist ideal um ihn in ein Gehäuse einzubauen. Projekte wie das Pi Tablet, das Pi Handy oder allgemeine Dinge wie Roboter lassen sich damit noch besser realisieren. Zusätzlich spart man auch ein wenig Geld, was bei großen Stückzahlen für Unternehmen interessant sein wird. Sobald ich meinen bekomme erfahrt ihr mehr über zum Beispiel den Stromverbrauch.

Was haltet ihr vom Raspberry Pi Zero? Wäre der kleine Rechner ein Mehrwert für eure Projekte oder eher weniger?

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2 Antworten

  1. Schappenberg sagt:

    Sehr interessant! Ich arbeite gerade an einer Wetterstation, welche ich in ein (Eigenbau)Gehäuse einbauen möchte, da wäre der Zero natürlich aufgrund der geringen Baugröße ideal!

  2. Uwe Bettsteller sagt:

    Ich bin Modellflieger (Nein keine Drohnen) deshalb kommt mir der pi Zero gerade recht. Er wiegt nur 8,7 Gramm! Nun habe ich mir noch einen Barometer Sensor bestellt und hoffe in Verbindung mit eine Sendemodul ein Vario für meine RC Modellsegelflugzeuge bauen zu können. Vermutlich werde ich an der Software scheitern. Ich kann nur Hardware.
    Gruß aus dem Sauerland
    Uwe

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