Visual Studio Code auf dem Raspberry Pi

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1 Antwort

  1. Silerra sagt:

    Leider weist dieses Tutorial ein paar Mängeln auf. Denn diese Installationsroutine ist für einen Raspberry Pi unbrauchbar. Ganz einfach: Die Anwendung Code-OSS startet mit einem leeren Fenster und die GUI wird einfach nicht geladen. Aber man kann vorläufig Abhilfe schaffen. Siehe dazu die Anweisungen in folgenden Thread: https://github.com/headmelted/codebuilds/issues/67#issuecomment-466255567

    Der zweite zweifelhafte Punkt ist, dass man nicht jede beliebige Debian-Paket für jeweiligen Systemkernel nutzen kann. Dazu muss man wissen, dass es verschiedene Prozessor-Architekturen gibt. Teilweise ist auch davon abhängig welches Kernel zur Zeit auf das jeweilige Gerät installiert ist. Welches Kernel gerade aktiv ist, kann man mit „uname -m“ nachschauen. Aktuell dürfte „armv7l“ auf Raspberry Pi mit Betriebssystem Raspbian angezeigt werden. Das heißt also, nur Pakete die für ARM-Architektur in 32bit kann installiert werden. Microsoft bietet aber keinen Support geschweige überhaupt eine Version für ARM-Architekturen an, weshalb eine Community-Version mit ARM-Unterstützung dazu gibt und zeitlang auch parallel entwickelt wurde. Aktuell wird es nicht weiter entwickelt, da ein Bestandteil der Anwendung VS-Code aktualisiert wurde und seitdem ein ungelöstes Problem bzw. einen Bug gibt.

    Der dritte Punkt, was meiner Meinung merkwürdig erscheint, ist die Beschreibung über Linux-Nutzer oder generell Nutzer von Raspberry Pi. Die eine Sache ist halt, viele Raspberry-Nutzer sind blutige Linux-Anfänger oder Nutzer die mal sporadisch mit Linuxsystemen zu tun hatten, sei es durch Schule, Job, Studium oder (Hobby-)Projekte. Das andere ist, mich könnte man tatsächlich als Linux-Freak nennen. Aber dann bin ich auch ein Windows-Freak. Egal, ein Linux-Freak nutzt nicht unbedingt Vi. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie man dieses Editor überhaupt bedient. Jedes Mal wenn ich das Dingen versehentlich öffne, brauche ich irgendwie Hilfe beim Schließen des Editors. 😛 Zu viel dazu. 😀

    Aber insgesamt teilt sich die Linux-Community in zwei Bereiche auf, die die nur Terminal (tty) nutzen (also Headless-User) und die die auf GUI setzen, wie mich z.B.. Dass das VS-Code einer von beliebtesten Editoren unter Linux-Nutzern gehört, ist gar nicht mal so verkehrt. Da es die grundlegende Funktionen und Integrationen besitzt. Z.B. Git, Webdebugging, eingebaute Terminal bzw. Terminalfunktionen in Buttons hinterlegt und kann sogar NodeJS-Funktionen nutzen (wie z.B. watch oder auto-compile). Aber zu den Top IDEs unter Linux gehören auch Atom, Brackets oder Sublime Text 3 dazu.
    Das alles trifft aber nicht bei einem Raspberry Pi zu. Denn dort sind wegen begrenzte Ressourcen und Probleme beim Portieren der beliebten Anwendungen ganz andere Anwendungen weit oben: Geany, BlueJ und Ninja – Teilweise wird auch gerne Browser-IDEs genutzt, da man häufig nicht mit den vorhandenen Tools für Raspberry Pi nicht zufrieden ist oder gar nicht erst passende Alternative für Raspbian findet.

    Der Rest des Artikels hier, ist fachlich sauber und übersichtlich geschrieben. Das musste jetzt auch gesagt werden. 😉

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