Raspberry Pi B+ Test – GPIO Pinout

Wie angekündigt habe ich den neuen Raspberry Pi, das Modell B+ ausführlich getestet und stelle euch in einer Artikelreihe meine Erfahrungen damit vor. Der Raspberry Pi B+ Test war geprägt von den neuen Bauteilen, insbesondere der erweiterten GPIO Schnittstelle. Anstatt der 26 Pins vom älteren Modell, ist diese Schnittstelle nun auf 40 Pins (also um zusätzliche 14 Pins) erweitert worden.

Die GPIO Schnittstellenerweiterung – GPIO Pinout

Der Raspberry Pi hatte in der ersten Version eine GPIO Schnittstelle mit 26 Pins von denen man 17 mehr oder weniger frei verwenden konnte. Die restlichen Pins waren durch Spannung und Erdung belegt. Im Prinzip reichte diese Anzahl für einfache Aufgaben und zum Experimentieren völlig aus, jedoch kam man bei komplexeren Aufgaben (z.B. bei der Verwendung eines GPIO Moduls) schnell an einen Punkt, wo man sich mehr Pins wünschte. Diese Anforderung ist nicht ungehört an den Entwicklern der Raspberry Pis vorüber gegangen, deshalb gibt es nun noch mehr davon. Ganze 40 Pins stehen zur Verfügung. Eine Einführung zu der GPIO Schnittstelle findet ihr in meinem GPIO Artikel.

Die neuen Pins im Detail

Die Erweiterung der GPIO Schnittstelle ist eigentlich rasch erklärt. Es gibt 9 neue verwendbare GPIO Ports und 3 neue Erdungspins. Eine Übersicht bekommt ihr am besten durch folgendes Vergleichsbild:
GPIO Pinout

Wie man auf einen Blick sehen kann ist die erweiterte GPIO Schnittstelle von der Pinbelegung identisch zu jenem des ersten Raspberry Pi Modells. Man beachte jedoch die zusätzlichen 14 Pins am Ende. Diese wurde einfach dazu gehängt. Es gibt folgende neue Pins:

  • 9 GPIO Pins
    wie bereits bekannt sein sollte kann man über diese Pins Signale ausgeben beziehungsweise empfangen. Sie funktionieren genau wie die „alten“ GPIO Pins.
  • 3 Erdungspins
    auch deren Funktion sollte bereits bekannt sein. Damit kann man relativ einfach neue externe Sensoren oder Geräte anbinden.
  • 2 DNC Pins
    diese beiden Pins sehen interessant aus, jedoch ist die ausgeschriebene Bezeichnung mehr als enttäuschend. „Do not connect“ – und genau das sollte man auch. Bitte an diese Pins nichts anstecken. Sie haben keine Funktion. Sie waren gedacht für zukünftige Funktionen, jedoch gibt es dazu noch nichts neues.

Pinbelegung

Die angeführte Grafik zur Pinbelegung dürft ihr gerne kopieren und in eigenen Seiten verwenden (bitte nach Möglichkeit mit Link auf meinen Blog). Die Übersicht der Pins habe ich auch als Tabellendokument, welches ihr auch gerne frei verwenden dürft.

Fazit

Die Erweiterung der GPIO Schnittstelle macht meiner Meinung nach Sinn, schließlich gibt es schon relativ viele Tutorials und Projekte die damit arbeiten. Generell macht das Arbeiten mit den GPIO Pins viel Spaß, ich habe selber schon ein professionelles Projekt damit gemacht und da waren mir die Pins im Laufe des Projekts auch zu wenig.

Im nächsten Artikel geht es um die neuen USB Ports und ob man damit nun besser arbeiten kann als beim alten Raspberry Pi Modell.

Teil 2 | Teil 3 | Teil 4

(Visited 6.224 times, 1 visits today)

Das könnte auch interessant sein...

1 Antwort

  1. Dr. Gerd Köster sagt:

    Hallo Werner,

    die beiden DNC-Anschlüsse sind für den I2C-EEProm auf der neuen HAT-Platine und dienen zum Erkennen der Platine und automatischem Laden der Treiber-SW des Kernel. Bei adafruit gibt es schon mehrere Entwürfe für HAT-Platinen.

    MfG Pofoklempner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.