Backup Internetverbindung für den Server

In diesem Artikel zeige ich euch wie ihr eine Backup Internetverbindung eures Servers einrichten könnt. Das kann man recht einfach über eine Prepaid Wertkarte eines Mobilfunkers realisieren. Das ist zum einen sehr günstig und erlaubt zum anderen eine sehr schnelle Reaktion des Administrators, sollte es tatsächlich zu einem längeren Ausfall kommen. Im Prinzip verwendet der Server diese 2. Verbindung um ein Notsignal zu senden oder sogar um den kompletten Traffic umzuleiten.

Backup Internetverbindung

Backup Internetverbindung für den Server

Kurz zur Ausgangssituation: Ein Webserver wie zum Beispiel der Apache Webserver ist für den 24/7 Betrieb ausgelegt und hostet eine wichtige Webseite über den zum Beispiel Bestellungen laufen oder es werden Echtzeitdaten verarbeitet. Da mein perfekter Server in einem Intranet steht und somit nicht in einem Rechenzentrum überwacht wird ergibt sich ein großes Problem. Wie kann der Administrator diese rund um die Uhr Verfügbarkeit sicherstellen? Angenommen das Internet fällt aus irgend einem Grund aus und der Server kann die verarbeiteten Daten nicht mehr nach außen zur Verfügung stellen beziehungsweise es können keine Daten mehr heruntergeladen werden.

Es stehen folgende Dienste zur Verfügung:

  • UMTS
    UMTS ist die sicher Variante bei der garantiert ist, dass sie auch beim Kunden verfügbar ist. Leider ist die Bandbreite damit jedoch begrenzt.
  • LTE
    Sofern verfügbar ist LTE klar die erste Wahl. Die schnelle Datenverbindung erlaubt auch die Übertragung in einer weitaus größeren Bandbreite.

In der folge ergeben sich für das Problem 2 unterschiedliche Lösungsansätze:

DIY Lösung

Die einfachste, aber auch sehr effektive Lösung ist eine einfache Prepaid Wertkarte über die eine redundante Verbindung über UMTS oder LTE hergestellt wird. Über diese kann man am Server zum Beispiel über einen USB Internetstick Mails versenden oder je nach Treiberversion auch SMS verschicken. Im Fehlerfall kann der Server so schnell und unkompliziert den Administrator über seine Lage Auskunft geben. Einige wenige Mobilfunker erlauben auch den externen Zugriff auf den Rechner über das Internet. So könnte der Administrator sogar von zu Hause die Arbeit beginnen und müsste nicht einmal vor Ort sein. Nicht auszudenken was passiert, wenn der Server mehrere Tage unbemerkt steht und Daten nicht ordnungsgemäß verarbeiten kann.

Je nach Vertrag kann man die redundante Internetverbindung auch für den Datenverkehr nutzen. Das ist aber stark von der Verwendung abhängig. Eine sehr hohe Bandbreite kann man sich von mobilen Datensticks nicht erwarten. Außerdem muss man zuerst analysieren welche Daten wohin geschickt werden. Die meisten Mobilfunker verhindern die Verwendung des Rechners als Server, deshalb ist die Kommunikation nur eingeschränkt möglich und sinnvoll.

Businesslösung

Wer etwas mehr Budget zur Verfügung hat sollte überlegen, ob er den Server nicht auslagern kann. In einem überwachten Rechenzentrum ist der 24/7 Betrieb garantiert und meist mit weniger Administrationskosten verbunden. Auf der anderen Seite gibt man damit aber auch die Daten in fremde Hände, deshalb ist das vom Kunden nicht immer gewünscht. Auf jeden Fall gilt bei der Wahl des Hosters sehr genau auf die Vertragsdetails, den Support und der Serverqualität zu achten.

Die zweite Möglichkeit wäre sich eine zweite unabhängige Backup Internetverbindung zuzulegen. Diese muss längst nicht so eine hohe Bandbreite wie die Haupt-Internetverbindung haben, jedoch über eine separate Leitung laufen. Idealerweise verwendet man dafür auch falls möglich einen anderen Anbieter. Über Netzwerkeinstellungen kann man auf dem Server über ein alternatives Netzwerk erstellen über das die Kommunikation laufen kann, falls das erste Netz ausfällt.

Fazit

Wenn ein Server nicht in einem Rechenzentrum steht sondern beim Kunden im Abstellraum, dann kann es bei einem Ausfall vom Internet schnell zu großen Problemen kommen. Eine frühzeitige Reaktion des Admins wäre optimal. Das erreicht man am besten durch eine redundante Internetverbindung, die Fehler sofort meldet und idealerweise auch als Backup Internetverbindung fungiert. UMTS oder LTE sind dabei gute Technologien die man auch recht kostensparend verwenden kann.

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3 Antworten

  1. Chris sagt:

    Ich finde die Erklärung ja echt top und wäre genau auf der Suche nach solch einer Lösung für meinen Raspberry Pi 2, aber wo genau ist hier die Erklärung zur Einrichtung dieses „Services“ ? 😛

    • der Artikel ist theoretisch gehalten. Die Infos wie man zum Beispiel einen bestimmten USB GSM Stick verwendet sind von Hersteller zu Hersteller recht unterschiedlich. Man sollte sich da vorab informieren oder noch besser ein Gerät vor dem Vertragsabschluss unter Linux testen.

      • Chris sagt:

        Den Artikel habe ich soweit schon verstanden, auch das ich mich im Idealfall vorab beim Provider über GSM/UMTS/LTE Möglichkeiten informieren sollte.
        Jedoch dachte ich, ich würde hier eine Art „Tutorial“ vorfinden wie ich den softwareseitigen Teil dieses Vorhabens realisiere. Das Modem ist schon vorhanden und installiert und tut auch wie es soll – jedoch hatte ich eben gehofft hier auf Hilfe zu stossen was die Settings anbelangt 🙂

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