Ein schneller Server ist Pflicht

Ein schneller Server kostet nicht die Welt. Trotzdem muss ich immer wieder sehen, dass Betreiber von Webseiten oft beim Server sparen. Doch gerade eine gute Infrastruktur ist für den Erfolg im Internet wichtig. In einer Welt in der jede zehntel Sekunde mehr die Absprungrate drastisch erhöht, verliert man durch falsche Sparsamkeit bares Geld.

Ein schneller Server ist Pflicht

Ein schneller Server ist Pflicht

Wir empfehlen eigentlich immer: nimm dir zum Beispiel einen Dell Server als Root Server oder einen gemanagten Server bei einem guten Hoster. Solche Systeme können sehr performant eingerichtet werden. Dann kommen aber immer wieder Kunden die meinen wir sollten einen Onlineshop auf einem 2 € teuren Shared Host installieren und beschweren sich dann, dass das die Ladezeiten so hoch sind. Noch dazu kommt, dass der Händler oft nur von diesem System lebt. Das ist in etwa so sinnvoll, wie wenn man ein Geschäft mietet um 2 € im Monat… Wie das aussehen könnte kann man sich sicher gut vorstellen.

Warum ist die Ladezeit wichtig?

Die Ladezeit einer Webseite hat zwei Auswirkungen die im Prinzip auf das selbe hinaus laufen:

  • Suchmaschine
    Suchmaschinen bewerten Seiten nach verschiedenen Kriterien. Darunter auch die Ladezeit. Google bewertet die Ladezeit in den letzten Jahren immer wichtiger, deshalb langsame Seiten in den Suchergebnissen immer weiter zurückfallen. Wenn man seine Seite gut platzieren will und das auch gegen große Konkurrenz, dann zählt da oft jede Millisekunde.
  • Geduld vom Besucher
    Je länger ein Besucher auf die gesuchte Information warten muss, desto größer wird die Chance, dass er den Ladevorgang abbricht. Ab 2 Sekunden aufwärts steigt so die Absprungrate schnell an, weshalb oft viele potentielle Kunden die Webseite nie zu Gesicht bekommen.

In jedem Fall sollte man versuchen die Ladezeit unter 2 Sekunden zu halten.

Worauf muss man noch achten?

Ein schneller Server ist eine gute Basis für eine kurze Ladezeit, aber es gibt noch zahlreiche andere Punkte zu beachten. Man kann Software optimieren und selbst die Webseite durch Optimierungen schneller machen. Mehr dazu unter Pagespeed Optimierung beziehungsweise Pagespeed Optimierung für Profis.

Ein schneller Webserver (zum Beispiel Nginx statt Apache) kann schon viel bringen. Auf der anderen Seite kann man einen Webserver auch durch eine optimierte Konfiguration beschleunigen. Technologien wie Caches liefern berechnete Seiten schneller aus. Eine gute Bandbreite vom Hoster ist auch ein Erfolgsfaktor. Deshalb hostet man einen eigenen Root Server lieber im Rechenzentrum und nicht zuhause im Keller.

Kosten für den Server / Betrieb?

Wie setzten sich die Kosten für einen Server im laufenden Betrieb zusammen? Im Grunde gibt es folgende Punkte:

  • Hardware
    zahlt man bei Root Server entweder einmalig oder anteilig beim Mieten. Bei einem managed Server zahlt man weniger, dieser Server wird aber von mehreren Kunden geteilt.
  • Strom
    das sind die geringsten Kosten. Wenn man an 2 € Shared Hostings denkt, dann setzt sich nicht mal dort die ganze Summe aus Stromkosten zusammen. Die meisten Rechenzentren laufen mit sehr günstigen Strom.
  • Administration
    bei managed Servern ist das der Hauptanteil. Bei einem Root Server muss man entweder selber Zeit für das Administrieren aufbringen oder das von einem Spezialisten machen lassen. Gerade hier darf man auch nicht sparen. Sicherheit ist wichtig. Erstens gegen Angriffe aus dem Internet, zum anderen für die Datensicherheit mit regelmäßigen Backups. Ein schnelles 24/7 Service ist bei technischen Problemen ebenfalls sehr wichtig für kritische Seiten wie Onlineshops. Jede Minute offline ist verlorenes Geld.

Fazit

Ein schneller Server ist für eine erfolgreiche Webseite oder Webservice Pflicht. Man darf gerade bei der Infrastruktur nicht sparen. Ein schneller Server ist aber gar nicht so teuer wie oft gedacht. Man muss sich lediglich im Vorfeld Gedanken darüber machen was darauf laufen und wie viele Benutzer die Seite haben soll. Suchmaschinen werden die schnelle Seite lieben.

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