Wann kommt der Raspberry Pi 4?

Seit einigen Tagen kursieren im Netz zahlreiche Spekulationen über den Raspberry Pi 4. Heuer wurde bereits ja sowohl das Compute Module 3 als auch der Raspberry Pi Zero W durch ein Update der Hardware des älteren Modells neu erschienen. Für viele eher enttäuschen, wartet man ja schon auf ein komplett neues Board. Ein kürzlich geführtes Interview mit Eben Upton schaffte kürzlich Klarheit.

Raspberry Pi 4

Wann kommt der Raspberry Pi 4?

Eben Upton ist einer der Gründungsmitglieder der Raspberry Pi Foundation und vermutlich das Aushängeschild der Organisation bei den Medien und auf Social Media Kanälen. Viel wurde bereits im Vorfeld diskutiert und vermutet. Eine der größten Hoffnungen, ein Gigabit LAN ist ja bis heute nicht erfüllt worden. Und deshalb wird in fachbezogenen Foren bereits über Hardware Spezifikationen und Veröffentlichungsdatum eines Raspberry Pi 4 diskutiert.

Fakten

Zum Raspberry Pi 4 gab sich Upton eher wortkarg. Die nähere Zukunft seiner Arbeit liegt eher in verstärkter Bildungsarbeit und Softwareentwicklung. Man geht also zurück zu den Wurzeln, war der Raspberry Pi doch ursprünglich als kostengünstige Variante eines Rechners für Schulen gedacht. Gerade was die Software angeht ist der Raspberry Pi allen anderen Boards die das Konzept kopiert haben weit voraus. Kein Banana Pi, Humming Board oder Tinker Board hat ähnlich gute Software. Den Pi zeichnet besonders das immer weiter entwickelte Betriebssystem und die hervorragend angepasste individuelle Software aus.

Der Markt hat recht

Laut den Produktionszahlen des aktuellen Raspberry Pi 3 Modells wurden/werden diese in einer Stückzahl von über 600.000 Boards produziert. Das bedeutet es müssen zuerst einmal diese Rechner gut verkauft werden bevor man einen Nachfolger auf den Markt wirft. Ein Raspberry Pi 4 mit nur kleinen Erweiterungen oder Anpassungen würde zum aktuellen Raspberry Pi 3 in Konkurrenz stehen und nicht ein must-have für die Raspberry Pi 3 Besitzer sein.

Mögliche Spezifikation

Welche technische Spezifikation wäre möglich, vor allem wenn das Board erst 2019 veröffentlicht werden sollte?

  • Arbeitsspeicher
    der Wunsch nach mehr als 1 GB RAM ist groß, doch leider Upton für den selben Preis nicht realistisch. Man wird sehen ob der Preis in den nächsten Jahren fällt und damit mehr für den selben Preis verbaut werden kann. 2 GB RAM sollten realistisch sein.
  • CPU
    die derzeit verbaute 1,2 GHz Quadcore Chip könnte durch einen zumindest 1,8 GHz Quadcore Chip abgelöst werden. Die Entwicklung wird hauptsächlich vom Smartphone und Tabletmarkt beziehungsweise dessen größter Hersteller bestimmt.
  • USB 3
    könnte auch ein Thema sein. Das würde aber viele Nutzer verärgern, wenn deshalb auf eine Gigabit LAN Schnittstelle verzichtet werden würde.
  • Gigabit LAN
    erst damit wäre der Pi in modernen Netzwerken gut als NAS, Web- Fileserver, Router usw. einsetzbar. Das wäre gerade im Business Umfeld lohnenswert.

Mein Wunsch

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es statt eines Raspberry Pi 4 ein spezielles Raspberry Pi Router Board. Das hätte das Potential den kompletten Router Markt über den Haufen zu werfen… Erst vor einigen Tagen habe ich mich geärgert, dass mein Router mit 14 MB zuwenig Speicher für OpenWRT hatte.

Fazit

Bis zum Raspberry Pi 4 wird wohl noch einige Zeit vergehen. Bis dahin wird es aber vermutlich bei der Software noch weiter Neuerungen geben. Die Möglichkeiten des Raspberry Pi 3 sind lange noch nicht ausgeschöpft. Gerade Hausautomatisierung, Internet of Things und KI (Alexa, Google Now, usw.) werden in den nächsten Monaten und Jahren noch große Themen sein und sowohl den Pi als auch die jeweilige Software weiter verbreiten.

Was denkt ihr dazu? Brauchen wir schon einen Raspberry Pi 4 oder soll die Foundation lieber viel Zeit in noch bessere Software und einen komplett überarbeiten Pi 4 stecken?

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5 Antworten

  1. Mimbeldrohn sagt:

    Den Banana Pi gibt es als Router. Persönlich habe ich aber keine Erfahrung damit.

  2. Bla Fasel sagt:

    HDR wäre auch noch nett…

  3. Tobias D. sagt:

    Den Ansatz zu wählen das OS auf die Hardware zu optimieren hat sich als guter Weg gezeigt. Die Hauptaufgabe des Pi als Lernplattform zu dienen ist gegeben. Mehr Leistung erfordert oft mehr Resourcen und ist dies wirklich notwendig?
    Für Projekte wie NAS oder Router ist das Konzept nicht ausgelegt und daher wird es vielleicht auch in Version 4 damit schwierig.
    Ich mag das Konzept der Raspberry Pi Foundation! Weiter so!

  4. Pit sagt:

    Was würde USB-C kosten? Das wäre doch Vorschritt!

  5. Boe sagt:

    Das WLAN Modul sollte hoffentlich auch das 5GHz Band unterstützen

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