Tipps und Tricks für 3D Drucker

In meinen Tipps und Tricks für 3D Drucker habe ich all meine Erfahrungen der letzten Wochen zusammengestellt. Die erste Hürde ist bei einem Bausatz das korrekte Zusammenbauen des Druckers, darüber habe ich bereits in meinem 3D Drucker Artikel berichtet. Ist der Drucker einmal fertig kann der Spaß beginnen. Ich habe in den letzten Wochen viele fertige Modelle gedruckt und die Qualität laufend verbessert. Das sind meine Erfahrungen…

Tipps und Tricks für 3D Drucker

Der 3D Drucker Bausatz von Gearbest ist günstig und ist in ca. 3-4 Stunden aufgebaut. Danach kann man auch schon drucken, man wird aber auf einige Probleme stoßen. Damit das nicht passiert habe ich mal zusammengeschrieben was so passieren kann und wie man darauf reagiert.

Probleme mit der Z-Achse

Olivenöl für die GewindestangeBei den ersten Drucken ist mir aufgefallen, dass der Druckkopf in der Höhe nicht korrekt bewegt wurde. Gerade beim Hochheben ist oft eine Seite weiter gekommen als die andere. Die Achse stand leicht schief. Durch diesen Schiefstand war es in der Folge für die beiden Z Stepper Motoren noch schwieriger den Druckkopf weiter noch oben zu schieben. Die Folge war ein komplett zerstörtes Modell.

 

Grund für das Problem sind die Gewindestangen. Eine der beiden war recht schwer zu drehen. Der Motor schaffte es nicht. Das Problem lässt sich mit einem einfachen Hausmittel beheben: Olivenöl (oder jedes andere Haushaltsöl). Damit habe ich beide Gewindestangen eingepinselt und über die manuelle Steuerung den Druckkopf ein paar mal komplett nach oben und unten gefahren. Das Problem war damit langfristig behoben.

Probleme mit dem Druckbett

In diese Kategorie fallen gleich zwei Probleme:

  • das Modell verrutscht beziehungsweise die erste Schicht vom Modell kann gar nicht korrekt aufgetragen werden, weil das Filament am Druckkopf hängenbleibt und mitgeschleift wird
  • das Modell hat an den Ecken Verformungen. Meistens heben sich die Ecken, so als ob das darüber liegende Material die unteren Schichten abhebt

Problem ist hier die fehlende Haftung des Druckbetts. Dafür gibt es viele unterschiedliche Faktoren. Der erste Schritt ist die Beschaffenheit des Untergrunds zu ändern. Ihr solltet niemals direkt auf das glatte Druckbett drucken. Darauf haftet nichts. Besser ist der Einsatz von Kreppband beziehungsweise Malerband oder auch Abklebeband. Man klebt einfach eine Schicht davon direkt auf die Druckplatte. Die leichte Texturierung ist ein guter Halt für das Filament. Vorteil: das Klebeband ist günstig und man muss es viele Druckvorgänge lang nicht wechseln.

Sollte man Trotz Abklebeband noch Probleme mit der Haftung oder sich biegende Ecken haben, dann braucht man Haarspray. Ja, richtig! Vor dem Druck kann man mit einem handelsüblichen Haarspray um 1-2€ die Druckplatte beziehungsweise die darauf befindliche Abklebeband Abdeckung ansprühen. Man merkt sofort, dass die Oberfläche klebrig ist. Je nach Spray richt das auch besser 😉 In jedem Fall ist die Haftung gerade für die ersten paar Schichten nochmal um Welten besser. Wieder eine einfache Idee für wenig Geld.

Tipps und Tricks für 3D Drucker

Sollten sich trotz großer Haftung die Ecken immer noch leicht biegen, dann ist das Druckbett zu heiß. In diesem Fall muss man im Programm (zum Beispiel Cura 3D) die Temperatur senken. Bei meinen Objekten war eine Reduktion von 60° C auf 40° C die Lösung. Zumindest für PLA als Filament.

Fazit

Mit einfachen Tipps und Tricks für 3D Drucker lässt sich die Qualität der 3D Modelle durch einfache Mittel drastisch verbessern. Maker sind wahre Talente im basteln, man bekommt schon für wenig Geld einen fertigen Drucker und kann diesen auch fast ohne laufende Kosten betreiben. Mit einem Abklebeband und einer Dose Haarspray kommt man sehr lange und viele Druckvorgänge aus.

Habt ihr weitere Tipps und Tricks für 3D Drucker parat? Oder habt ihr eine meiner Tipps probiert und wollt darüber berichten?

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2 Antworten

  1. Karl sagt:

    Die Idee mit dem Kreppband finde ich super. Wenn du selbst gerne bastelst, dann wäre vielleicht auch der 3D Drucker von Fischertechnik was für dich. Der kommt in vielen kleinen Einzellteilen und muss vollständig selbst zusammengebaut werden.
    Für dauerhaftere Schmierung der Gewindestange wäre vielleicht Fettspray das richtige. Das ist richtig festes Fett, das lange schmiert.

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