Newsletter – die Schwierigkeit ein eigenes HTML Template zu entwickeln

Eines der schwierigsten Themen, denen man sich als Webentwickler stellen muss sind Newsletter. Es klingt zwar etwas absurd, doch gerade einfache Designanpassungen für das monatliche Email sind oft mit sehr viel Aufwand verbunden. Vielfach ist es sinnvoller keine eigenen Templates für Newsletter Emails zu erstellen, sondern diese über fertige Services wie Newsletter2Go zu erstellen. Aber warum ist das so?

newsletter

Die Herausforderung

Eine Webseite ist heute dank fertiger Templates und Bausätze sehr einfach und schnell zusammengeklickt. Egal ob man nun von Grund auf neu entwickelt, mit einem CMS wie WordPress und einem Template oder einem vergleichbaren System beginnt. HTML ist standardisiert (zumindest größtenteils) und eventuelle Probleme in der Darstellung sind schnell behoben. Es reicht in den meisten Fällen die Webseite mit den gängigen Browsern wie Firefox, Chrome, Safari und Internet Explorer zu testen. Wer es ganz genau nehmen will, testet auch noch mehrere Versionen, das ist vor allem beim Internet Explorer wichtig. Die modernen Browser liefern selbst sehr gute Werkzeuge zum Debuggen und somit sind auch hartnäckige Probleme im HTML Code oder im Javascript Code schnell gefunden und ausgebessert.

Mobile Endgeräte

Webseiten werden immer häufiger von mobilen Geräten aus aufgerufen, deshalb ist es in den letzten Jahren immer wichtiger geworden diese auch auf allen möglichen Displaygrößen optimal darzustellen. Aus diesem Grund hat sich das sogenannte „Responsive Design“ entwickelt, bei dem die Webseite möglichst dynamisch definiert wird, um bei jeglicher Displaygröße optimal auszusehen. Getestet werden diese Seiten meist auf dem PC oder Laptop, indem man das Browserfenster verkleinert. Der Test auf dem eigentlichen mobilen Gerät ist oft nicht notwendig. Am mobilen Gerät werden hauptsächlich mobile Versionen der bereits genannten Marktführer unter den Browsern verwendet, also Chrome, Safari Firefox oder Internet Explorer.

Das Problem mit den Newslettern

Newsletter werden ebenfalls über HTML erstellt und unterliegen rein von der Technik her den selben Regeln und sollten somit auch wie normale Webseiten dargestellt werden. Das Problem ist jedoch: Newsletter werden nicht in einem Browser, sondern im Email Client Programm dargestellt. Diese Email Client Programme haben oft massive Probleme mit HTML und CSS Code. Das liegt daran, dass sie nie dafür konzipiert wurden komplette Webseiten darzustellen. Viele einfache Client Programme können HTML gar nicht darstellen. Leider führt das dazu, dass ein Newsletter Template welches im Browser normal funktioniert im Client Programm gar nicht geht oder das Design furchtbar aussieht. Die Schwierigkeit für einen Webentwickler besteht also nicht ein schönes Template zu erstellen, sondern dieses für ein Email Client Programm zu entwickeln und zu testen. Leider sind diese auch untereinander stark unterschiedlich, wodurch es fast eine Unmöglichkeit ist, ein Template zu entwickeln, dass auf allen Programmen gleich aussieht. Meiner Meinung nach das größte Problem ist, dass man in diesen Mailprogrammen keine Debugtools zur Verfügung hat. Man sieht zwar sofort, dass das Email nicht oder falsch dargestellt wird, man weiß aber oft nicht warum. Das hat einen sehr großen Testaufwand zur Folge, welcher durch die große Zahl an Mailprogrammen nochmals steigt.

Problemlösung

Es gibt mehrere Möglichkeiten wie man nun zu einem schönen Email Template kommt:

  • man investiert viele Stunden in Design, Entwicklung und Test eines eigenen Template

  • man kauft ein gutes Template und passt es an die eigenen Anforderungen an

  • man verwendet Services die professionelle Templates anbieten bzw. auf wunsch ein eigenes Template erstellen

Fazit

Welche Lösung am sinnvollsten ist, sollte jeder selbst herausfinden. Beim Newsletterversand ist vor allem das Design der Email wichtig, um vom Empfänger überhaupt gelesen zu werden. Noch viel wichtiger sind aber ein zuverlässiger Versandservice und eine mögliche Auswertung mittels Reporting.

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