Raspberry Pi – Minecraft, Scratch und Sonic Pi

Dieser Artikel dreht sich um die Software Minecraft, Scratch und Sonic Pi, welche am Raspbian Linux in der neuesten Version vorinstalliert ist.Im letzten Artikel habe ich euch ja schon Wolfram, Mathematica und Python vorgestellt. Nachdem die zuletzt vorgestellte Software eher wissenschaftliche Bereiche abdeckt, so sind die heute vorgestellten Programme alle interaktiv und kreativ.

Minecraft, Scratch und Sonic Pi

Kreative Programme setzen den Fokus eher auf ein jüngeres Publikum. Vor allem Minecraft gilt als Spielesensation der letzten Jahre und da ist es sehr interessant, dass es nun auch den Weg in die Standardauswahl an Software für den Raspberry Pi geschafft hat.

Minecraft

Minecraft wurde in Java programmiert und begann seinen Siegeszug schon während der Betaphase in der Spieler schon sehr frühzeitig in die Entwicklung einbezogen wurden. Trotzdem wurde das Spiel nach der Veröffentlichung gekauft, ja sogar auf mobile Geräte und Spielkonsolen portiert.

Minecraft kann am Raspberry Pi über die vorinstallierte Version gespielt werden. Nebenbei kann man den Raspberry Pi auch als Minecraft Server verwenden. Ich habe das bereits detailliert beschrieben. Für Minecraft gibt es eine Python Bibliothek mit der man die Minecraft Welt über Scripte verändern kann.

Scratch

Unter dem Namen Scratch verbirgt sich eine grafisch Programmierumgebung. Webdesigner denken wohl beim Anblick des Scratch Interfaces an Adobes Flash. Das ist gar nicht mal so abwegig, denn mit Scratch lassen sich sowohl Programme als auch multimediale Inhalte wie zum Beispiel Animationen oder Präsentationen erstellen. Der Gedanke hinter Scratch ist, dass die Programmierung so einfach wie möglich erfolgen soll, man kann fertige Codeblöcke per Drag and Drop einfügen und verändern.Scratch

In Scratch lassen sich so relativ einfach Bilder bewegen. Man kann aber auch auf Tastenklick reagieren oder die Maustasten abfragen. Auch für professionelle Anwendungen ist diese Entwicklungsumgebung gerüstet. Die GPIO Schnittstelle lässt sich damit auch ansteuern. Seinen eigenen Roboter könnte man durch vordefinierte Codeblöcke sehr schnell mit Bewegungsroutinen „programmieren“. Die visuelle Darstellung der Abläufe ist für die Anwender optimal gegeben (z.B. bewege dich 5 Schritte vor, dreh dich nach links, Arm ausfahren, …).

Man kann mit Scratch auch relativ einfach Spiele programmieren. Neben einfachen Labyrinth Spielen wären auch durchaus Point and Klick Adventures recht einfach zu erstellen, das nötige grafische Talent mal vorausgesetzt.

Sonic Pi

Sonic PiDas Programm Sonic Pi hat mich persönlich sehr überrascht. Sonic Pi ist ein „sound synthesiser for live coding“ und genau so ist das auch gemeint. Mittels Codezeile kann man mit diesem Synthesizer Musik und Audio Samples erstellen. Auf der Sonic Pi Homepage findet man einige Beispiele die man sich gerne anhören kann. Der dafür nötige Source Code steht auch dabei, diesen kann man jederzeit am Raspberry Pi ausprobieren.

Falls man sich näher damit beschäftigen möchte, dem kann ich nur die mitgelieferte Dokumentation empfehlen. Diese ist sehr hilfreich. Generell reicht ein wenig Kenntnis über Programmiersprachen und etwas Audiotechnik aus um recht schnell zu netten Sounds zu kommen. Den Raspberry Pi als DJ Equipment habe ich bis jetzt noch nicht gesehen, aber ich denke für einen professionellen Einsatz wäre Sonic Pi durchaus zu gebrauchen.

Fazit

Für kreative Menschen im Audio- und Videobereich bringt der Raspberry Pi mit der vorinstallieren Software Sonic Pi und Scratch bereits interessante Programme mit. Gerade in Bildungseinrichtungen kann man diese optimal nutzen um den Schülern erste Schritte zu zeigen. Minecraft ist dann die Draufgabe, den mal ehrlich: Wer von uns hat Minecraft nicht gespielt?

Verwendet ihr eine der vorgestellten Programme? Kann man damit auch professionell arbeiten oder sind diese eher für den schulischen Einsatz relevant?

Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

(Visited 1.534 times, 1 visits today)

Das könnte auch interessant sein...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.