OSMC statt Raspbmc

OSMC steht für Open Source Media Center und ersetzt das beliebte Raspmbc für den Raspberry Pi. Mit diesem Image verwandelt man den Raspberry Pi in einen Medien Server der jeden Fernseher zu einem kostengünstigen Smart TV macht. Doch was hat es mit dem neuen Namen zu tun und vor allem: was ist eigentlich aus XBMC geworden?

osmc

OSMC statt Raspbmc

Wieder gibt es Neuigkeiten rund um das Open Source Medien Center für den Raspberry Pi. Diese Open Source Software hat eine lange Geschichte die man an dieser Stelle kurz erwähnen sollte:

  • Xbox Media Player
    ursprünglich wurde das Medien Center für die erste XBox entwickelt. Daher auch der erste Name: Xbox Media Player, schnell wurde dieser aber auf XBMC: XBox Medien Center geändert. Die Vision hinter der XBox war von Microsoft, dass jeder ein Mediencenter im Wohnzimmer stehen haben sollte und somit Windows oder besser Microsoft sowohl im Büro als auch zuhause im Einsatz hat. Dem Erfolg dieser Konsole ist zu verdanken, dass Programmierer in der Freizeit an einer Open Source Software dafür bastelten.
  • OpenELEC, Plex, Boxee, Raspbian, XBMC
    Der Erfolg ist vor allem auch der vielen Forks geschuldet, welche durch eigene Anpassungen, Skins und neuen Funktionen die Software schnell weiter verbreiteten. Besonders die für den Raspberry Pi optimierte Version Raspbian war interessant. Diese machte mit einem einfach zu installierenden Image der Raspberry Pi zum Medien Center und jedes TV Geräte, egal wie alt, zum Smart TV.
  • Kodi
    2014 wurde das Projekt in den erfundenen Namen „Kodi“ umbenannt, vermutlich um sich nun endgültig von der XBox im Namen abzuspalten.
  • OSMC
    Nachdem es nun kein XBMC mehr gab war es auch der Zeit den Raspberry Pi Fork ein neues Design zu verpassen. Seit 2015 steht dieses unter dem Namen OSMC zur Verfügung.

Raspberry Pi Versionen

Das OSMC gibt es neben den Installern auch als Images. Dabei wird für den Raspberry Pi sogar nach Modell unterschieden. Es gibt unterschiedliche Images für den Raspberry Pi 1 (den mit der 700 MHz CPU) und ein eigenes Image optimiert für den Raspberry Pi 2 (4 Kern CPU mit jeweils 900 MHz). Aktuell sind diese Versionen noch in einer Alpha Version zu haben, können also gegebenenfalls noch etwaige Fehler enthalten.

Die Installation des Images ist einfach. Dieses muss lediglich über die herkömmliche Methode auf die SD Karte kopiert werden. Die Installation erfolgt danach voll automatisch und endet in einem Dialog zur Sprachauswahl.

osmc installation

Besonders zu erwähnen ist, dass die Raspberry Pi spezifischen Einstellungen nun im Medien Center möglich sind. Sollte man also etwas ändern müssen, so erspart man sich den mühsamen Weg über SSH oder mit angesteckter Tastatur und Maus. In einem eigenen Menü lässt sich der Pi sogar übertakten.

osmc raspberry pi

Spezielle Versionen

Neben den beiden für den Raspberry Pi optimierten Versionen von OSMC kann man dieses Medien Center auch auf anderer Hardware laufen lassen. Aktuell sind das:

  • Vero
  • Apple TV
  • i.MX 6

Besonders zu erwähnen ist das Vero System. Über einen eigens eingerichteten Shop kann auf der OSMC Homepage neben der freien Software auch eine speziell als Medien Center entwickelte Hardware erworben werden. Die Vero Box hat ähnliche Hardware wie die Einplatinencomputer und ist vergleichbar mit dem HummingBoard. Besonders zu erwähnen ist, dass es sich hierbei um eine fertig zu verwendete Hardware handelt, die ohne jegliches basteln einsatzbereit ist. Zugegeben, der Preis ist etwas höher, jedoch funktioniert das System auch ohne Konfigurationsaufwand. Besonders die Fernbedienung ist komfortabel. Alternativ kann man OSMC auch auf eigener Hardware betreiben.

Fazit

Mit OSMC scheint die Open Source Software des XBMC Medien Centers langsam professionelle Gestalt anzunehmen. Sie läuft auf unterschiedlicher Hardware und für den kommerziellen Einsatz wird das Medien Center auch mit eigener Hardware verkauft. Am Raspberry Pi läuft die Software problemlos und das neue Design wirkt moderner und professioneller.

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2 Antworten

  1. Andy sagt:

    Ich werde mir das mal im Hinterkopf bewahren, ums auszuprobieren. Der Raspberry Pi, mit entsprechender Software kann durchaus eine günstige Alternative zu kommerziellen Produkten sein. Ausserdem finde ich es immer interessant neue Sachen am Raspberry Pi auszuprobieren und freue mich dann jedes Mal, wenn es funktioniert ;-).

  2. Thomas sagt:

    Ich bin seit kurzer Zeit stolzer Besitzer des Raspberry Pi 2. Der ist einfach genial und die Idee dahinter ist auch wirklich super. Nun habe ich den Berry mit OSMC-Image und die Übersichtlichkeit ist ganz gut, wohl wissend dass OSMC noch Alpha-Status genießt.
    Ein paar Kleinigkeiten sind mir dennoch aufgefallen und hoffe, dass die Bugs an die zuständigen Leute weitergeleitet werden.
    – Samsung Smart-TV hängt sich auf, wenn ich unter „Tools“ die Bildeinstellungen ändern will
    – „Return“-Taste wird vom Raspberry nicht unterstützt, wäre aber sehr von Vorteil
    – Das linke versteckte Fenster, während Musik-Wiedergabe beinhaltet keine Option, um direkt die Visualisierung zu ändern.

    Ansonsten läuft der kleine Berry echt klasse.

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