Genesia für iPad

Genesia ist ein Strategiespiel mit Retro Charme. Dieses isomatrische „Board Game“ gab es schon 1993 auf den Amiga. Seit damals hat sich vor allem an der Grafik und an dem User Interface einiges geändert, die Spielmechanik ist jedoch so aufregend und komplex wie früher.

Genesia für iPad

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Geschichte

Die Geschichte von Genesia ist lang. Das Spiel stammt ursprünglich vom Amiga, wurde aber auch für den PC in verbesserter Grafik veröffentlicht. Zuletzt gab es auch eine iPad Version.

Amiga

Die Originalversion von Genesia wurde 1993 für den Amiga veröffentlicht. Programmiert wurde es mit der AMOS basic Programmiersprache. Zusätzlich dazu wurden einige Performance kritische Funktionen mit Assembler Code beschleunigt. Der Source Code des Spiels umfasste mit rund 10000 Zeilen. Für die Anzeige wurde eine Farbpalette mit 32 Farben verwendet mit einer Auflösung von gerade mal 320 x 200 Pixel. Das Spiel kam auf 3 Disketten!

iPad

2010 wurde das Spiel für das iPad komplett neu geschrieben. Dabei wurde mit Xcode gearbeitet. Als Programmiersprache wurde hier Objective C verwendet. Die Codezeilen haben sich hier auf fast 25000 Zeile gesteigert. Auch die Auflösung. Das Spiel wird mit 1024 x 768 Pixel dargestellt.

Zukunft

Aktuell wird an einer neuen Version gearbeitet welche für PC / MAC / LINUX / ANDROID und IOS herauskommen wird. Dabei wird vor allem auf die Ideen von Fans eingegangen und die Auflösung auf 2048 x 1536 verbessert und sollte bis Jahresende erscheinen.

Gameplay

Das Spiel selbst sieht etwas einfach aus. Man startet auf einer Insel die in mehreren Provinzen eingeteilt ist. Zu Beginn gehört jedem Spieler eine Provinz. Alle weiteren sind neutral und können eingenommen werden.

Genesia

Der Spielablauf ist folgender:

  • das Spiel ist rundenbasiert, eine Runde ist eine Jahreszeit, 4 Runden entsprechen einem Jahr
  • in jeder Jahreszeit legt man fest, was welcher Bewohner macht (Rohstoffe abbauen, Häuser bauen, Kriege führen…)
  • im Winter können keine Arbeiten gemacht werden

Das Spiel umfasst neben den wenigen Aktionen eine recht umfangreiche Palette von Ressourcen. Genau das ist die Faszination des Spiels. Es vereint Aufbau Elemente wie bei Anno oder Siedler mit Simulation Elemente wie Sims, denn jeder Dorfbewohner hat selbst seine Bedürfnisse und wird bei schlechter Moral fliehen. Die Ressourcen sind wie folgt:

  • Geld
  • Grundwasser
    Gibt an wie hoch der Grundwasserspiegel ist. Sinkt dieser gibt es weniger Trinkwasser. Höhe ist von der Jahreszeit abhängig. Gibt es weniger Bäume (geringer Natur) sinkt dieser schneller.
  • Natur
    Ein Wert der sich aus Bäumen in der Provinz, Blumen, Blumenbeete positiv und Häuser, Straßen, Bergwerke negativ errechnet. Sinkt dieser Wert ins negative hat das dramatische Auswirkungen auf die Moral der Bewohner.
  • Verteidigung
    Ein Verteidigungswert um den eigenes Militär in der eigenen Provinz besser ist. Steigt mit militärischen Bauten (Wall).
  • Zivilisten
    Die Anzahl der Zivilisten. Kann maximal so hoch sein wie der Raum zum Wohnen.
  • Militär
    Die Anzahl der Militäreinheiten. Ist abhängig von den Zivilisten.
  • Krankheit
    Die Zahl kranker Zivilisten. Unter schlechten Bedingungen (z.B: keine Nahrung) können sich Krankheiten verbreiten und Zivilisten töten.
  • Moral
    Die gesamte Moral aller Zivilisten und Militäreinheiten.
  • Nahrung
    Nahrungseinheiten die im Lager liegen. Wird von Zivilisten verbraucht (im Winter kann keine Nahrung geerntet aber verbraucht werden). Kann man dem König gegen Geld verkaufen.
  • Trinkwasser
    Trinkwassereinheiten die im Lager liegen.
  • Holz
    Holz das im Lager liegt. Wird benötigt um Häuser zu bauen.
  • Stein
    Steine die im Lager liegen. Wird benötigt um Häuser zu bauen.
  • Metall
    Metall das im Lager liegt. Wird benötigt um Häuser zu bauen.
  • Lagerraum
    Wie viele Einheiten pro Rohstoff maximal eingelagert werden können.

Wie man  an den Ressourcen sehen kann gibt es da genug Konfliktstoff. Entartet es irgendwo, so geht nichts mehr. Hat man zum Beispiel keine Nahrung, dann sinkt die Moral, die Bewohner werden krank, die Zivilisten werden immer weniger und man hat weniger Arbeiter um Ressourcen abzubauen. Hier ist oft sehr viel Planung notwendig um nicht wieder zurück geworfen zu werden und plötzlich mit nur wenigen Arbeitern da zu stehen.

Ziel

Das Ziel des Spiels ist einfach. Man muss die 7 verloren gegangenen Edelsteine finden. Diese sind auf der Karte verteilt. Man kann diese aber erst finden, nachdem man die teuersten Gebäude gebaut hat (Kathedrale und Bibliothek). Bis dahin muss man versuchen seine Wirtschaft in Schwung zu bringen und neue Provinzen zu erobern.

Jede Provinz hat eine Fahne, welche man mit einer Militäreinheit einnehmen kann. Hält man diese Fahne ein Jahr lang, dann bekommt man die Kontrolle über die Provinz. Aber Achtung: das größte Problem sind die anderen Mitspieler. Auch diese versuchen zu expandieren und verhalten sich oft sehr aggressiv.

Winter

Bewertung

Genesia ist ein echter Hit für jeden Strategie Spiel Fan. Das Spiel ist sehr einfach aufgebaut, es gibt nur wenige Elemente und eine Runde ist schnell vorbei. Die Komplexität der Spielmechanik erfordert aber ein mitdenken und mitlernen. Selbst ein kleiner Fehler kann im späteren Verlauf (nach mehreren Runden) schnell zum Verlust des Spiels führen. Das Speichersystem ist gemein. Man kann jederzeit speichern jedoch nur einen Speicherstand pro Spiel nutzen. Hat man verloren, so ist auch der Speicherstand weg! Man hat also nie die Möglichkeit einen Fehler zu korrigieren.

Kritik

Bei dem Spiel merkt man sehr schnell, dass es bereits sehr alt ist. Oft fehlen dem Spieler wichtige Informationen. So habe ich etwa nach mehreren Stunden Spielzeit um Runde 200 plötzlich verloren. Den Grund dafür habe ich jedoch nicht erfahren. Hat ein anderer Spieler bereits alle Edelsteine gefunden? Habe ich etwas falsch gemacht?

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