eBlocker Software aktualisieren

Die eBlocker Software schützt meine Privatsphäre zu Hause und filtert sowohl Werbung (Ads) als auch Spionagesoftware (Trackers) aus der Kommunikation mit dem Internet. Neben der Software benötigt man lediglich einen Banana Pi oder einen Raspberry Pi und eine SD Karte. Einmal an das Heimnetz angeschlossen sind alle Geräte geschützt. Doch der beste Schutz ist nutzlos, wenn er nicht ständig aktualisiert wird. Ich zeige euch wie das funktioniert.

eBlocker Hardware

eBlocker Software aktualisieren

Das Internet ist dynamisch. Marketing Agenturen und Softwareriesen wie Apple, Microsoft oder Google finden immer neue Wege um Informationen aus der eigenen Hardware zu ziehen und teuer zu verkaufen. Aktuelles Beispiel ist das neue Windows 10, welches zahlreiche neue Spionagetechniken mit installiert um noch besser gezielt Werbung zu schalten und den Benutzer kennenzulernen.

Wer das nicht möchte, der kann zum Beispiel den eBlocker verwenden. Die fertige Version wird über ein automatisches Updateservice verfügen, welches laut den Entwicklern keinerlei Spionage betreibt und den Benutzer bestmöglich schützt. Was eBlocker alles kann habe ich bereits in meiner eBlocker Rezension geschrieben. Meine Version bietet noch keine automatische Aktualisierung, deshalb gehe ich wie folgt vor…

Software herunterladen

Die Software gibt es für Backer der aktuellen IndieGogo eBlocker Kampagne. Das Ziel ist noch nicht ganz erreicht, es verbleiben noch wenige Tage. Die aktuelle Version der Software ist 0.7.3 und steht in 3 Versionen für den Raspberry Pi B+ und 2, den Banana Pi 1 und den Banana Pi M2 zur Verfügung. Der Download liefert ein mit dem Zip Format gepacktes Image, welches wir auf dem lokalen Rechner entpacken.

eBlocker Filesystem

auf SD Karte kopieren

Das Image (*.img) ist bereits das fertig konfigurierte Software und Betriebssystem. Dieses muss nur noch 1:1 auf eine SD Karte kopiert werden, danach ist diese bereits lauffähig. Das Kopieren funktioniert auf unterschiedlichen Betriebssystemen anders. Ich habe bereits gezeigt wie man die Software für den Raspberry Pi auf die SD Karte mit Windows, Mac OSX und Linux kopiert. Unter Linux funktioniert das ganz einfach mit dem dd Kommando:

eBlocker auf SD Karte kopieren

eBlocker Hardware neu starten

Nun müssen wir die SD Karte nur noch in das eBlocker Gerät stecken und ca. 5 Minuten warten bis das System gestartet und sich automatisch konfiguriert hat. Öffnet man nun eine beliebige HTTP Webseite auf einem beliebigen Gerät im selben Netzwerk, dann wird diese bereits über die eBlocker Software gefiltert. Das es funktioniert merkt man an dem Icon in der rechten oberen Ecke.

eblocker Software

mobiles Menü

Noch eine Anmerkung zu mobilen Webseiten. Öffnet man mit einem Smartphone eine Webseite, so wird oft in der rechten oberen Ecke ein ausklappbares Menü angeboten. Dieses erscheint oft unter dem eBlocker Icon. Das verhindert oft, dass man dieses Menü verwenden kann. Problemlösung: klickt man das eBlocker Icon, dann wird eine Menüleiste eingeblendet, auf dessen enden sich 2 Icons befinden. Diese Menüleiste kann man mit einem Klick auf das linke Icon schließen, es bleibt darauf hin nur das linke Icon sichtbar. Somit ist das darunter liegende Menü rechts anzuklicken!

eblocker mobiles Menü

Fazit

Um die eBlocker Software aktualisieren zu können ist noch etwas Aufwand notwendig. Dieser zahlt sich aber aus, da in der jeweils aktuellen eBlocker Software noch mehr Funktionen und aktualisierte Filter eingebaut sind.

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8 Antworten

  1. Strubbl sagt:

    So toll das auch alles klingt, wie funktioniert der eBlocker? Ich kann dazu keinerlei Info finden. Wenn ich das Ding in mein Netzwerk hänge, was passiert dann? Wieso kann der eBlocker dann beeinflußen wie meine Websites auf einem anderen PC aussehen?
    Ich muss mich also der eBlocker GmbH anvertrauen oder kann ich irgendwo den Quellcode einsehen?

    • Vielen Dank für diese interessante Frage. Ich habe diese direkt an die Entwickler von eBlocker weitergeleitet und folgende Antwort bekommen:

      wir bereiten aktuell eine genauere Beschreibung vor, wie der eBlocker funktioniert. Ich denke, die wird in der nächsten Woche soweit sein, dass wir sie veröffentlichen können.

      Ob wir den Quellcode veröffentlichen, haben wir noch nicht abschließend geklärt, da wir natürlich auch unsere Familien ernähren müssen und das mit Open Source nicht so einfach geht. Wir behalten das Thema aber auf der Agenda und werden den Quellcode ohnehin erst dann veröffentlichen, wenn das Produkt fertiggestellt ist.

      Ich werde die Entwicklungen rund um das Projekt im Auge behalten und darüber berichten. Eine Veröffentlichung des Source Codes wäre auf jeden Fall wünschenswert.

      • Strubbl sagt:

        Danke, dass du die Anfrage weitergeleitet hast. Ich finde den eBlocker echt gut, würde vor einem Kauf mehr Infos seitens eBlocker haben. Es bleibt spannend. Dann freue ich mich auf einen zukünftigen Blogeintrag zum eBlocker von dir.

        Bis dann
        Sven

        PS: Danke, deine Mail kam an.

  2. schappenberg sagt:

    Hallo, seit der Veröffentlichung dieses Artikels ist ja einige Zeit vergangen, läuft der eBlocker noch bei dir bzw. bist du damit zufrieden?
    Ich verfolge das Projekt nach wie vor auf IndieGogo und auf deren Homepage, bezüglich Open Source hat sich ja nichts getan, auch sind Artikel darüber bisher im Netz nur spärlich verfügbar …

    • ja, der läuft bei mir nach wie vor. Ich bin vor ein paar Wochen auf die sich selbst updatende Version umgestiegen, aktuell läuft 0.8.3 drauf. Es gibt auch neue Funktionen wie Logs, Cloaking (da kann man den Browsertyp/Betriebssystem verschleiern) und das eBlocker Backend wurde verbessert. Von dort aus kann man jede Menge Einstellungen und Informationen abfragen und ändern, auch das Gerät manuell neu starten.

      Was mir besonders aufgefallen ist: da ich Weihnachtsgeschenke fast ausschließlich online gekauft habe blieb die personalisierte Werbung komplett aus. Nicht nur das der eBlocker auf http Seiten Werbung herausfiltert, auch bei https Seiten, die Werbung nach wie vor anzeigen, war diese nicht personalisiert und komplett zufällig.

      Das einzige was mir nicht so gefallen hat ist die Anonymisierungsfunktion. Diese funktioniert zwar, ich muss diese aber immer wieder manuell einschalten. Die wird irgendwann auf Aus gestellt. Außerdem scheint generell das Tor System langsamer zu sein als noch zum ersten eBlocker Test von mir.

  3. Anonymous sagt:

    Ich werde mich da auch mal dran machen, das auszuprobieren

  4. ClemensG sagt:

    This is how eBlocker works:

    First eblocker looks for MAC-Adresses of all active IP stations in subnet(via ARP). Then it sends several ARP-response frames to each active IP-node claiming the MAC adr of the default gateway to be the mac adr of the eBlocker.

    This will change the arp-cache in all subnet nodes.

    Tools like Wireshark or SNIFFER post warnings: ‚duplicate IP adress detected‘ (i.e. the default gateway resides on different MAC adresses).

    The whole outbound traffic of your subnet is passed through the eBlocker.

    IF YOU DONT TRUST THE eBlocker – DONT USE IT!

  5. Michael Ganowski sagt:

    Ich habe eine Frage wenn ich eigene HW (Banana PI M2) einsetze:
    In der c’t 3 2016 Seite 58 steht da man in diesem Falle nur ein monatliches Update der Filterliste bekommt.
    Ich wollte aber nach Ablauf der Lizenz das 1 Jahr auto update bestellen:
    eBlocker Pro
    1 Jahr auto. Update Lizenz
    €49.00 inkl. MwSt.
    Ist dann diese Lizenz für tägliches Update ober muß man sich die komplette HW bestelln um dies zu bekommen?
    Zum Download wird momentan eblockerOS 0.8.1 angeboten auf der Release Seite ist aber bereits 0.8.7. Wird das automatisch auf den Level gehoben oder muß man sich das extra downloaden?

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