eBlocker schützt meine Privatsphäre

Ich durfte in einem Early-Access die Software eBlocker testen. eBlocker schützt meine Privatsphäre im Internet und das ganze super einfach. Ich habe die Software ausführlich getestet und zeige euch warum ihr das Projekt auf Indiegogo unbedingt unterstützen solltet.

eBlocker schützt meine Privatsphäre

Auf der Crowdsourcing Plattform Indiegogo findet man seit heute das Projekt eBlocker. Dieses Start-Up aus Hamburg hat eine Software entwickelt die als Image für den Raspberry Pi oder den Banana Pi zur Verfügung steht und den kompletten Internetverkehr überwacht. Aktuell kann die Software folgendes:

eBlocker Vergleich mit Konkurrenz

Anders als die Konkurrenz bietet die Software eine komplette Lösung.

Wie funktioniert eBlocker?

eBlocker kommt als fertiges Image, dass auf eine SD Karte kopiert werden kann. Es gibt 3 Versionen:

  • Raspberry Pi B+ und Raspberry Pi 2
  • Banana Pi M1 oder Banana Pi Pro
  • Banana Pi M2

Je nach Modell lädt man das korrekte Image, kopiert dieses auf eine passende SD Karte. Den Raspberry Pi oder den Banana Pi samit Software schließt man über ein LAN Kabel an den Router beziehungsweise Modem und die Software übernimmt voll automatisch die Filterung der Kommunikation über das Internet.

Geschützte Privatsphäre

Warum sollte man von einer Software den Datenstrom ins Internet kontrollieren und bearbeiten lassen? Bei fast jedem Aufruf einer Seite wird Werbung angezeigt und gleichzeitig Benutzerinformationen gesammelt. Dadurch lernt zum Beispiel Google was man sucht und kann gezielt Werbung anzeigen. Doch damit nicht genug. Die gesammelten Daten werden auf teuer verkauft, damit in Shops beispielsweise höhere Preise verlangt werden, wenn man weiß, dass der Benutzer genug Geld hat. Außerdem  wird gezielt Werbung angezeigt und man bekommt oft eMails zu Themen die durch diese Methoden ausgeforscht wurden.

Mit eingeschaltetem eBlocker wird bei bekannten Werbeplattformen diese aus dem Inhalt der Seite heraus gefiltert und umgekehrt werden die Benutzerinformationen entfernt. Als Benutzer wird man unbekannt und das Daten sammeln hat keinen Sinn mehr. Laut den Entwicklern wird auch noch das Tor Netzwerk integriert, wodurch man durch seine IP Adresse nicht mehr erkannt werden kann und somit langfristig komplett anonym surft.

eBlocker in der Praxis

Anonymes Surfen klingt toll, jedoch war ich sehr skeptisch, dass das so einfach funktionieren soll. Bis jetzt musste man dafür Browser uns Betriebssystem konfigurieren und Software am Rechner installieren. All das war nur für Experten und ein normaler Benutzer wäre damit überfordert. eBlocker zeigt, dass es auch sehr viel einfacher geht. Meine Tests zeigen, dass sogar in der noch nicht fertigen Version die Werbung bei HTTP Anfragen gefiltert wird. Das im Browser eingeblendete eBlocker Interface zeigt auch bei jeder Seite wie viele Tracker es gibt. Tracker sind Dienste die Daten vom Benutzer sammeln.

eBlocker im Einsatz

Neben der Menüleiste mit allgemeinen Informationen kommt man über Settings auf ein eigenes Backend in dem man die Software konfigurieren kann. Dort kann man unter anderem eingeben welche Geräte im Netzwerk gefiltert werden sollen und man kann ebenso mehrere Benutzer mit Profilen anlegen. All das funktionierte bei meiner Version 0.7.1 leider noch nicht beziehungsweise noch rudimentär.

eblocker

eBlocker schützt die komplette Kommunikation

eBlocker mobileBemerkenswert fand ich die einfache Integration vom eBlocker Gerät im Netzwerk. Sobald dieses am Router angeschlossen ist wird standardmäßig jedes Gerät geschützt. Das funktioniert also auch bei Smartphones und Tablets.

Kein Raspberry Pi oder keinen Banana Pi zu Hause?

Ziel des Projekts ist eine fertige Software. Es wird aber auch ein fertiges Gerät zu kaufen geben, dass man lediglich anstecken muss. Ob dort nun ein Raspberry Pi oder ein Banana Pi zum Einsatz kommt ist relativ egal, wird wohl schlussendlich vom Einkaufspreis entschieden.

Fazit

Ich bin begeistert. Überraschenderweise funktioniert eBlocker nach 5 Minuten Aufwand (auf die SD Karte kopieren) und schützt meine Kommunikation von zu Hause. Meiner Meinung sollte diese Kampagne unbedingt ein Erfolg werden und ich kann auch nur jedem Raten sich so ein Gerät zuzulegen. Man erleidet zwar keinen Schaden, wenn das Surfverhalten ausspioniert wird, man bereichert aber Unternehmen und im schlimmsten Fall werden diese Daten irgendwann einmal gegen einen selbst verwendet (man bekommt beispielsweise keinen Kredit, oder muss mehr Krankenversicherung zahlen).

Was denkt ihr? Lohnt sich die Unterstützung des Projekts? Schützt ihr eure Privatsphäre bereits? Welche Alternativen gibt es?

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4 Antworten

  1. Hamster sagt:

    Hallo Werner,

    Vielen Dank für den Beitrag, ich werde das Projekt unterstützen. Für 10$ mehr Privatsphäre sind mir auf alle Fälle wert.

    Der Entwickler bekommt das Geld, auch wenn die gewünschte Summe nicht zusammen kommt.

  2. Claudia V. sagt:

    Nun gibt es ja schon die neuen Versionen des eBlockers auf Kickstarter.com (Pro und Family). Da sind einige Features drin, die mich interessieren wie z. B. der Jugendschutzfilter. Das fehlt nämlich noch in unserem Familiennetz – wer weiss schon wo die Kinder sich im Netz herumtreiben?

  3. marlies hirte sagt:

    Wo kann man das Gerät erwerben?

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