Raspberry Pi als Cloud nutzen – Seafile

Im letzten Teil habe ich gezeigt wie man OwnCloud den Raspberry Pi zum Cloud Service macht. In diesem Teil geht es um eine Alternative dazu, das Open Source Cloud Service Seafile.

Seafile

Seafile ist eine Alternative zu OwnCloud. Seafile ist gratis in der Community Edition, wer mehr Features braucht, der kann sich auch das SeaCloud Service bestellen. Die zusätzlichen Features der kommerziellen Version sind dieser Liste zu entnehmen. Vor der Installation sollten noch einige Pakete über den Paketmanager installiert bzw. aktualisiert werden:

Installation

Seafile ist ein eigenes Programm und wird folglich nicht als Service über den Apache Webserver ausgeführt. Hierzu empfiehlt es sich einen eigenen Benutzer für die Ausführung von Seafile zu erstellen. Diese Anleitung installiert Seafile ins Home Verzeichnis. Am besten man erstellt dort einen Ordner zB ’seafile‘ in dem man folgende Kommandos ausführt:

Diese Kommandos holen das Programm und entpacken es. Der Aufruf vom letzten Kommando startet die Installation. Hier wird man interaktiv durch die Installation geführt.

Konfiguration

Gestartet wird Seafile einfach durch:

Um diese Kommandos nicht bei jedem Systemstart ausführen zu müssen kann man diesen Aufruf über contab automatisieren. Wie das geht zeige ich in diesem Artikel.

Des Cloud Service kann über den Browser aufgerufen werden zB mit http://192.168.1.10:8000. Hier bitte die IP Adresse mit der des eigenen Raspberry Pis austauschen. Wie man sehen kann kommuniziert das Service über den Port 8000. Dieser muss über den Router offen sein.

Der Vergleich

Im Vergleich sind OwnCloud und Seafile doch recht unterschiedliche Services mit der selben Aufgabe. Ohne jetzt weiter auf die spezifischen Unterschiede der beiden einzugehen sei gesagt:

OwnCloud ist die etwas schlechtere Variante. Es ist weniger sicher und am Raspberry Pi im Vergleich zum Konkurrenten langsam. Seafile ist somit schneller und sicherer, jedoch auch die etwas fehlerhaftere Variante. Manchmal startet das Service nicht richtig.

Im Prinzip spricht jedoch nichts gegen eine Verwendung eines der beiden Services. Beide Cloud Systeme bieten im Open Source Bereich einen Mehrwert und eine einfache und funktionierende Möglichkeit seinen eigenen Cloud Server aufzusetzen und zu betreiben.

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