Raspberry Pi – Lighttpd Webserver – Teil 2

Im ersten Teil dieses Artikels haben wir bereits einen Lighttpd Webserver am Raspberry Pi installiert und konfiguriert. Mit einer Testseite haben wir auch gleich die Funktion des Webservers getestet. Ich nehme nun an das alles Funktioniert. Lighttpd kann man noch weiter konfigurieren, dazu schauen wir uns in diesem Tutorial die Konfigurationsdatei näher an.

Die Konfigurationsdatei

Die Konfigurationsdatei für Lighttpd ist unter:

zu finden. Mit diesem Befehl öffnen wir die Konfigurationsdatei mit dem Linux Editor nano und können darin einfach Änderungen machen. Im Gegensatz zu anderen Konfigurationsdateien wie zum Beispiel jener vom Apache Webserver ist diese sehr kurz und knapp gehalten. Es finden sich darin keine Kommentare, das meiste ist jedoch selbst erklärend.

Port ändern

Standardmäßig kommunizieren Webserver über den HTTP Port 80. So auch der lighttpd. Will man das ändern, so kann man die server.port Variable in der Konfigurationsdatei ändern. Wir stellen jetzt beispielsweise den Port auf 4123:

Um die Änderung auch zu verwenden müssen wir den Webserver neu starten. Das geht mit folgendem Befehl:

oder auch

Von nun an kann man nur noch über den angegebenen Port (4123) mit dem lighttpd Webserver kommunizieren. Das geht im Browser mit der Eingabe der IP Adresse gefolgt von einem Doppelpunkt und dem Port, also zum Beispiel 192.168.1.4:4123.

Document Root ändern

Eine weitere wichtige Konfiguration ist das Einstellen des Wurzelverzeichnisses für den Webserver. Üblicherweise verwendet Linux dafür den /var/www Ordner. Bei vielen Konfigurationen von Hostern ist auch ein /home/pi/www üblich. Das wollen wir nun ändern. Wir öffnen also wieder die bereits oben genannte Konfigurationsdatei und geben unter server.document-root den anderen Pfad ein. Danach muss man die Datei speichern und den Webserver neu starten.

Hat alles geklappt, dann sollte von nun an das Wurzelverzeichnis des Webservers im home Verzeichnis des Pi Benutzers liegen. Wir können das ganz einfach testen, indem wir unter /home/pi/www eine neue index.html Datei anlegen mit einem neuen Inhalt. Im Browser sollte nun unter Eingabe der IP und gegebenenfalls des Ports diese index.html Datei angezeigt werden. Sehr gut, du hast den Port und das Wurzelverzeichnis angepasst.

Teil 1

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3 Antworten

  1. Ulrich Engel sagt:

    Hallo Herr Ziegelwanger,
    erst einmal vielen Dank für Ihre Anleitung. Ich habe es damit als totaler Anfänger geschafft, den Server zu installieren.
    Nun beginnen aber doch meine Probleme. Ich wollte nun mein erstes Anwendungsthema, wie in einem Tutorial im Internet beschrieben, umsetzen.
    Siehe hier: http://www.suncol.de/programmierung/python/103-python-dynamische-webseiten.html

    Die Datei „formular.html“ habe ich unter /var/www/html gespeichert und ich kann diese im Browser öffnen und ausfüllen. Die Auswertungsdatei „cgi-formular-auswertung.py“ habe ich unter /var/www/cgi-bin/
    gespeichert.
    Leider wird nun beim Klick auf „Daten absenden“ findet er die Datei nicht. „404 – Not found“.
    Muss man lighttpd vielleicht auch noch so konfigurieren, dass Python-Programme ausgeführt werden?
    Wo müssen denn die einzelnen Programme (html, php, py, …) bei lighttpd abgelegt werden?

    Ich verwende als Browser Firefox

    Gruß

    • Hallo,
      weiß ich ehrlich gesagt selber nicht, ich habe aber folgende Anleitung gefunden:

      öffnen und bei „mod_cgi“ das Kommentar (# Zeichen) entfernen

      Am Ende der Datei folgenden Code hinzufügen:

      lighttpd neu starten:

      hilft dir das?

  2. Lev sagt:

    Hallo,

    sehr interessante Artikelreihe. Hab bis dato nicht von Lighttpd für den Pi gehört. Allerdings hätte ich noch einen dritten Teil erwartet, in dem erklärt wird wie man den Pi auch von außen erreichbar (mit zb. noip.com) macht und evtl. auch absichert.

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