Bitcoin mining mit dem Raspberry Pi und MinePeon – Teil 2

In diesem Teil geht es nun endlich um die Praxis. Das Raspberry Pi eignet sich sehr gut um professionell Bitcoins zu minen. Im Internet sind dazu viele Artikel zu finden. Man muss jedoch mit den Erwartungen etwas vorsichtig sein. Der Pi ist mit seiner CPU und GPU nett, aber für das tatsächliche Minen einfach zu langsam. Um wirklich professionell Bitcoins zu erwirtschaften muss man leider ein wenig investieren. Tatsächlich ist es so, dass man auch mit handelsüblicher Hardware nicht mehr gewinnbringend minen kann, so müsste auch ein PC oder Laptop Besitzer in spezielle Hardware investieren. Der Pi eignet sich aber perfekt um mit dieser speziellen Hardware zu arbeiten.

Vorbereitung

Für das Bitcoin Mining gibt es ein eigenes Image für unseren Raspberry Pi. Dieses Image heißt MinePeon und ist auf Sourceforge zu finden. Am besten man lädt sich das Image herunter und installiert dieses direkt auf eine SD Karte.

Danach kopiert man dieses Image auf die SD Karte. Wie das geht zeige ich hier. Nachdem man nun das Image auf die SD Karte kopiert hat muss man des Raspberry Pi damit nur noch booten. Wichtig ist, dass der Pi mit dem Netzwerk verbunden ist. Am besten gleich über das Kabel.

Konfiguration

MinePeon ist eine spezielle Arch Linux Distribution, deshalb gibt es hier gar keinen Desktop. Nach dem Booten kommt man zum Login im Terminal. Dort kann man sich mit:

User: minepeon
Password: peon

anmelden. Der erste Schritt ist nun die IP Adresse des Pis herauszufinden. Das geht mit folgendem Befehl:

Ist man mit dem Kabel am Netzwerk verbunden, so sieht man seine IP Adresse in der eth0 Sektion.

MinePeon

Um erfolgreich beim Mining zu sein sollten wir uns einem Pool anschließen, in welcher der gewinn von Bitcoins gerecht aufgeteilt wird. Solche Pools gibt es sehr viele. Einen guten Überblick findet man hier. Ich habe mir einen Account bei der BTC Guild gemacht. Nachdem wir uns also bei einem Pool registriert haben müssen wir noch unseren MinePeon konfigurieren. Dazu eignet sich die Weboberfläche. Diese können wir über einen Browser aufrufen. Dabei geben wir die IP Adresse das Raspberry Pis ein, welche wir zuerst herausgefunden haben:

MinePeon

In diesem Fall wäre die IP Adresse des Raspberry Pis 192.168.1.17. Im Interface von MinePeon müssen wir noch die Angaben von unserem Pool eingeben. Das ist sowohl die URL des Anbieters als auch die Logindaten, meisten die Email Adresse und das Passwort.

minepeon2

Somit sind wir mit der Konfiguration fertig. Jetzt müssen wir nur noch den Raspberry Pi neu starten. Vor dem Neustart schließen wir noch unsere ASIC Hardware an. Moment, ASIC Hardware? Ja wie ich bereits eingangs erwähnt habe benötigt man heute für das Minen externe Hardware. Diese ist zwar nicht zwingend erforderlich, jedoch wird man ohne diese kaum noch Bitcoins erwirtschaften können. Man benötigt folgendes:

  • einen oder mehrere ASIC USB Bitcoin Miner
    diese berechnen die Blöcke. Die Investition lohn sich, denn diese Miner sind mehrere 100 mal schneller als die CPU und brauchen noch dazu viel weniger Energie.
  • einen aktiven USB Hub
    über diesen Hub kann man mehrere Miner an den Raspberry Pi anschließen. Der Hub muss eine eigene Stromversorgung haben, denn der Raspberry Pi liefert für diese Hardware zu wenig Leistung.

Das wars dann aber auch schon. Anstecken und Raspberry Pi booten. Man kann über den Pool den Fortschritt begutachten und wird nach einiger Zeit bereits die ersten Bitcoins in der virtuellen Brieftasche finden und ausgeben können.

Teil 1

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35 Antworten

  1. Tim sagt:

    Und sind schon BTC eingetroffen?
    Wie viel ASCI Miner hast du den laufen?

  2. Lord-of-Chaos sagt:

    Hallo habe alles so wie oben beschrieben gemacht. Zum einen zeigt er mir noch immer
    No devices running
    an und die Grafik zeigt mir auch noch nichts an Hash per seconds an. Hab mich bei BTC angemeldet und benutze eu-stratum.btcguild.com:3333 sowie mein Benutzername und irgend ein PW
    Muss ich sonst noch was einstellen?

  3. Andi sagt:

    hab das in settings rein kopiert;

    #!/bin/bash
    sleep 10
    /usr/bin/screen -dmS miner /opt/minepeon/bin/cgminer -c /opt/minepeon/etc/miner.conf

  4. JK sagt:

    Hallo zusammen,

    bin erst seit kurzem dabei und noch ein paar Fragen:
    Gibts eine Übersicht über die Stats im minepeon – was bedeuten gw, acc, disc im Detail?
    Und woran kann ich sehen, was und ob da passiert? Die GetWorks Anzeige steigt, H/s bleibt gleich, aber sonst passiert kaum was.
    vg

  5. maz sagt:

    hallo,

    zwei Fragen:
    1. ifconfig zeigt mir die hex-zahlen mit „:“ getrennt.
    2. kann man auch über t-online Router die Mining betreiben?

    vielen Dank

    • Die ifconfig Ausgabe schaut zum Beispiel so aus:
      eth0 Link encap:Ethernet HWaddr 00:0C:29:40:93:9C
      inet addr:192.168.154.102 Bcast:192.168.154.255 Mask:255.255.255.0
      wobei hier die Hex Zahlen die MacAdresse der Netzwerkkarte sind. Die IP Adresse findest du unter inet addr!
      Da ich keinen t-online Router habe kann ich nicht sagen ob das geht oder nicht, jedoch spricht nichts dagegen. Ich habe bei meinem Router nichts umstellen müssen.

  6. Sven sagt:

    Hallo,

    habe alles wie beschrieben eingerichtet, jedoch erkennt er meinen ASIC USB-Stick nicht.

    Und der interne Miner startet auch nicht.

    Gruß
    Sven

    • hm…steckt der ASCI USB-Stick direkt am Pi? Er sollte an einem aktiven USB Hub hängen. Du kannst am Pi in der Kommandozeile mir lsusb alle angesteckten USB Geräte ausgeben, da sollte er auch dabei sein. Sonst mal den Stick an einem anderen Computer testen? Hoffe ich konnte dir helfen.

      • Sven sagt:

        Hi,

        der ASIC-Stick hängt direkt am Pi. Habe nun gelesen, dass er einen aktiven USB Hub benötigt – habe mir nun diesen bestellt und werde dann nochmals nachsehen, ob es funktioniert.

        Ab wie vielen ASIC-Sticks lohnt es sich eig wirklich?

        Gruß
        Sven

        • ja der Stick direkt am Pi wird vermutlich zuwenig Strom haben. Ab wann sich das minen lohnt ist eine interessante Frage. Vielleicht findest du ja eine Antwort 😉 Es ist zumindest so, dass mit steigender Anzahl der Miner auch die Schwierigkeit der Berechnung steigt und man somit noch mehr Miner braucht. Der Aufwand für einen ASCI Miner und einen aktiven Hub ist nicht so groß, es ist vor allem eine Rechnung mit Zeit, Stromverbrauch und geminten Bitcoins. Der Break Even Point, wird erst über mehrere Monate erreicht werden und auch stark davon abhängig wie es mit dem Bitcoin Kurs weiter geht. Derzeit schaut es aber sehr gut aus!

      • maz sagt:

        also folgende Befehle möchte ich anwenden.

        sudo nano /etc/network/interfaces
        und dann
        sudo /etc/init.d/networking restart

  7. maz sagt:

    noch eine Frage

    ich finde in /usr/bin
    werder opera noch firefox.

    wie kann man eine browser in minepeot aufrufen

    vielen Dank für die Antwort

    • du brauchst am minepeon keinen Browser. Du kannst bei einem anderen Rechner im selben Netzwerk mit der Eingabe der IP Adresse deines Pis auf das Minepeon Webinterface zugreifen. Am Pi ist normalerweise der Browser ‚midori‘ installiert. Weiß aber nicht ob der auch beim Minepeon dabei ist.

  8. maz sagt:

    @Werner Ziegelwagner,

    vielen Dank . Ich könnte zwar dchp nicht durch stat ersetzen.
    Aber alles scheint gut zu funktionieren.

    Leider kann ich keine Bilder anhängen.
    Kann jemand die Status Zeile (Pools und Devices) erklären?
    Ich habe im Web nichts gefunden.

    Vielen Dank

  9. Me sagt:

    Kann man damit überhaupt Gewinn machen?

    Wenn ja, Wieviel (Geschätzte Bitcoins am Tag)
    0,….

  10. Jakob sagt:

    Die Meinungen darüber gehen schon sehr weit auseinander. Mich hat das persönlich noch nicht überzeugt, da stehen noch viel zu viele Fragen offen.

  11. Daniel sagt:

    Hallo,
    wie gebe ich denn das passwort und den benutzernamen ein? muss ich eine usb tastatur an den PI anschließen?

  12. cmb sagt:

    Hey, lese mich gerade erst etwas in die Materie der Bitcoins und des Mining ein. Mich würden ein paar konkrete Zahlen interessieren. Also z.B. wie viel man z.B. mit der externen von dir verlinkten Hardware denn dann am Tag umgerechnet in Euro etwa schafft? Bei einem Anschafffungspreis von 40 Euro will man doch ja doch wissen, ob sich das auch wirklich noch lohnt.

    • Jede Angabe von Bitcoins pro Stunde wäre in der nächsten Minute am nächsten Tag wieder veraltet und falsch. Wirtschaftlich auszahlen tut es sich nur, wenn man das professionell macht. Ansonsten ist das aktuell eher ein Hobby.

  13. Selber minen lohnt sich aktuell leider null. Selbst wenn der Strom „umsonst“ ist, kommen nur minimale Erträge zusammen daß man ewig an seiner Hardware abbezahlt. Da bekommt man mehr Satoshi von Faucets wenn man wirklich ein paar besitzen möchte: http://trafficbandit.blogspot.com/2014/10/getting-bitcoins-for-free.html

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