Virtualisierung mit VirtualBox – Teil 3

Im dritten Teil der Artikelreihe zu VirtualBox sehen wir uns die Einstellungsmöglichkeiten der virtuellen Maschine genauer an.

Einstellungen

VirtualBox Einstellungen

Allgemein

Der Allgemein Bereich der Einstellungen ist recht schnell erklärt. Hier kann man den Namen der virtuellen Maschine ändern und dessen Basiseinstellung bezüglich Betriebssystem und Version. Das geht deshalb so einfach, da die Einstellungen der virtuellen Maschine unabhängig von der virtuellen Festplatte gespeichert sind. Das Problem ist nur, dass bei falschen Einstellungen das System einfach nicht mehr bootet. Ein Beispiel hierfür ist, wenn man von einem installierten 32bit Version auf 64bit umstellt.

Im Erweitert Bereich gibt es noch eine wichtige Einstellung und zwar die gemeinsame Zwischenablage. Diese wird benötigt um mit Kopieren und Einfügen von einem System zum anderen zu arbeiten.

System

Bei den Systemeinstellungen sind vor allem der Speicher und der Prozessor wichtig. Diese Einstellungen wirken sich auf beide (Host- und Gastsystem) Systeme gleichermaßen aus. Teilt man der virtuellen Maschine zuviel Speicher zu wird das Hostsystem langsam und umgekehrt. Hier kann man gerne etwas experimentieren. Die optimale Einstellung ist abhängig sowohl vom Host- und Gastsystem als auch von den auf beiden laufenden Programmen. So könnten auch von Windows XP zu Windows XP Gastsystem unterschiedliche Einstellungen notwendig sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das absolute Zeigergerät. Damit kann man mit dem Gastsystem im Fenster arbeiten als würde das System nativ auf dem Hostsystem laufen.

Anzeige

Bei der Anzeige kann man den Videospeicher der Grafikkarte einstellen. Auch hier sollte man vorsichtig sein. Zusätzlich kann man 2D und 3D Beschleunigung aktivieren. Die 3D Beschleunigung ist bei DirectX Anwendungen noch sehr experimentell und eigentlich nur zum Ausprobieren gedacht. Man sollte sich hier nicht zu viele Hoffnungen machen. Jedoch gibt es auch Programme und Spiele die funktionieren. Außerdem wird VirtualBox ständig weiterentwickelt.

Die Fernsteuerung ermöglicht, dass der virtuelle Rechner auch übers Netzwerk steuerbar ist. Das habe ich selber noch nicht probiert, da ich mich bei einem Linux Server ohnehin über SSH anmelden kann.

Massenspeicher

Hier kann man alle Festplatten des Systems verwalten. Das Konfigurationsprogramm legt beim Einrichten nur eine Festplatte an. Wie bei echten Systemen kann man hier beliebig viele Festplatten hinzufügen. So ist es möglich, dass mehrere virtuelle Systeme gleiche Festplatten benutzen. Wie das jedoch im parallelen Betrieb funktioniert habe ich noch nicht getestet.

Audio

Beim Punkt Audio kann man den Audiotreiber konfigurieren. Normalerweise ist hier keine Einstellung nötig.

Netzwerk

Hier kann man bis zu 4 Netzwerkadapter konfigurieren. Das könnte vielleicht interessant sein, wenn man seine virtuellen Systeme im parallelen Betrieb auch untereinander vernetzen will. Im Allgemeinen reicht jedoch ein Adapter aus. Dieser Adapter kommuniziert mit dem Hostsystem. So kann das Gastsystem das Internet über den Host verwenden. Die default Einstellung ist hier NAT. Wenn man aber auch vom Hostsystem auf das Gastsystem zugreifen will (zum Beispiel pingen) so sollte man hier auf Netzwerkbrücke umstellen.

Ports

Unter dem Punkt Ports kann man eine serielle Schnittstelle aktivieren. Viel interessanter ist aber hier der Punkt USB. Man kann die USB Ports des Hosts aktivieren und auch über eine zusätzlichen Erweiterung die USB 2.0 Beschleunigung.

Gemeinsame Ordner

Der vermutlich wichtigste Punkt für die Integration mit dem Hostsystem. Hier kann man Ordner des Hostsystems definieren die dann auch im Gastsystem erscheinen. Lese und Schreibrechte ermöglichen die exakte Zugriffskontrolle. So kann man beispielsweise einen Ordner (nur lesen) mit allen nötigen Installationsdateien freigeben und einen mit Lese- und Schreibrechten, damit Produktivdaten im Hostdateisystem liegen.

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